Bundesweite Studie mit minimal-invasivem Verfahren

Uniklinik Tübingen testet neue OP-Methode: Kann ein Roboter bei Peniskrebs helfen?

Eine Studie der Uniklinik Tübingen testet minimal-invasive Roboterchirurgie bei Peniskrebs. Das Ziel: Weniger Komplikationen und bessere Ergebnisse. Was steckt hinter der Methode?

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Stand

Von Autor/in Ingemar Koerner

Peniskrebs ist eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen breitet sich der Krebs aus und bildet Metastasen in den Lymphknoten der Leiste oder des Beckens. Um diese Metastasen zu entfernen, sind Operationen notwendig, die bislang in der Regel offen durchgeführt werden.

Doch solche Eingriffe sind oft mit erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen verbunden. Eine neue Studie unter der Leitung der Uniklinik Tübingen könnte nun einen entscheidenden Fortschritt bringen. Das hat die Uniklinik mitgeteilt.

Minimal-invasive Chirurgie mit Robotern

Die bundesweite Studie, die vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) mit 1,8 Millionen Euro gefördert wird, untersucht eine minimal-invasive Operationsmethode mit Hilfe eines Roboters. Ziel ist es, die bisherigen offenen Eingriffe durch eine schonendere Variante zu ersetzen.

Dabei werden kleine Schnitte gesetzt, durch die der Roboter operiert. Diese Methode könnte nicht nur das Risiko für Komplikationen verringern, sondern auch den Heilungsprozess beschleunigen.

Insgesamt sollen 80 Patienten in neun urologischen Universitätskliniken in Deutschland eingeschlossen werden. Dabei werden die anerkannte offene OP-Methode und die roboterassistierte minimal-invasive Methode miteinander verglichen. Die Studie soll Anfang März beginnen und voraussichtlich etwa zweieinhalb Jahre dauern.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Ingemar Koerner
Ingemar Koerner ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.
Onlinefassung
Lisamarie Haas Baum
Lisamarie Haas Baum ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

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