Die Walter AG mit Sitz in Tübingen will die Rohlingsproduktion des Werks in Münsingen (Kreis Reutlingen) in das schwedische Werk in Gimo verlagern. Grund dafür sind laut dem Pressesprecher des Unternehmens "Überkapazitäten in der Fertigung". Die Nachfrage ist also zurückgegangen. Zuerst hatte der Reutlinger Generalanzeiger berichtet.
Sozialplan für betroffene Mitarbeitende
Der SWR hat aus Mitarbeiterkreisen erfahren, dass rund 160 Arbeitsplätze betroffen sein könnten. Laut dem Sprecher der Walter AG wurden aber noch keine endgültigen Entscheidungen über einzelne Stellen getroffen. Man sei mit dem Betriebsrat im Gespräch und wolle betroffene Mitarbeiter mit einem Sozialplan unterstützen.
Schrittweise Verlegung zur Muttergesellschaft nach Schweden
Die Änderung wird laut Walter AG besonders Mitarbeitende aus den Bereichen der Rohlingsproduktion und der Presswerkzeuge in Münsingen betreffen. Bis 2027 sollen die beiden Produktionssparten schrittweise nach Schweden verlegt werden. Das Werk in Münsingen werde aber weiterhin Wendeschneidplatten produzieren.
Für die Gewerkschaft IG Metall ist der Stellenabbau absolut unverständlich. Laut einem Sprecher ist das Werk in Münsingen führend in seinem Bereich und hätte eigentlich nie verlagert werden sollen.