IG Metall: "Absolut unverständlich"

Unerwarteter Stellenabbau bei Walter AG: So viele Arbeitsplätze könnten betroffen sein

Der Werkzeughersteller Walter AG baut Stellen ab. Das hat die Gewerkschaft IG Metall bestätigt. Ein Teil der Fertigung wird nach Schweden verlegt. Davon sind Mitarbeitende in Münsingen betroffen.

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Von Autor/in Klara Keuthen, Mia Zundel

Die Walter AG mit Sitz in Tübingen will die Rohlingsproduktion des Werks in Münsingen (Kreis Reutlingen) in das schwedische Werk in Gimo verlagern. Grund dafür sind laut dem Pressesprecher des Unternehmens "Überkapazitäten in der Fertigung". Die Nachfrage ist also zurückgegangen. Zuerst hatte der Reutlinger Generalanzeiger berichtet.

Sozialplan für betroffene Mitarbeitende

Der SWR hat aus Mitarbeiterkreisen erfahren, dass rund 160 Arbeitsplätze betroffen sein könnten. Laut dem Sprecher der Walter AG wurden aber noch keine endgültigen Entscheidungen über einzelne Stellen getroffen. Man sei mit dem Betriebsrat im Gespräch und wolle betroffene Mitarbeiter mit einem Sozialplan unterstützen.

Schrittweise Verlegung zur Muttergesellschaft nach Schweden

Die Änderung wird laut Walter AG besonders Mitarbeitende aus den Bereichen der Rohlingsproduktion und der Presswerkzeuge in Münsingen betreffen. Bis 2027 sollen die beiden Produktionssparten schrittweise nach Schweden verlegt werden. Das Werk in Münsingen werde aber weiterhin Wendeschneidplatten produzieren.

Für die Gewerkschaft IG Metall ist der Stellenabbau absolut unverständlich. Laut einem Sprecher ist das Werk in Münsingen führend in seinem Bereich und hätte eigentlich nie verlagert werden sollen.

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Klara Keuthen
Klara Keuthen ist Reporterin für Social Media, Online, Hörfunk und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen .
Mia Zundel
Mia Zundel ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

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