Bei einer Benefizveranstaltung in Hausen im Killertal (Zollernalbkreis) sind am Samstag zwei Personen mit einem Gleitschirm verunglückt. Der 63 Jahre alte Pilot und sein 40-jähriger Passagier stürzten beim Starten aus etwa zehn Meter Höhe auf den Boden. Nun untersucht das Luftfahrtbundesamt den Fall.
Unfallursache noch unklar
Der Pilot kam mit einem Krankenwagen in eine Klinik, der Passagier wurde mit dem Rettungshubschrauber transportiert. Der Grund für den Unfall ist noch unklar. Die Polizei vermutet in einer Mitteilung am Sonntag, dass sich beim Starten mit einer Winde und einer Schleppleine eine Kupplung gelöst hatte. Die beiden hatten zu dem Zeitpunkt nicht genug Auftrieb und stürzten in die Tiefe.
Laut Verein erster Unfall in 50 Jahren
Es sei eine Benefizveranstaltung für Spielgeräte auf einem Spielplatz gewesen, berichtet Vereinsvorstand Michael Landmann der Gleitschirmflieger Zollernalb. Wer etwas gespendet hat, durfte an einem Tandemflug teilnehmen. Gut 20 Mal war alles gut gegangen, wie in den 50 Jahren Vereinsgeschichte immer, so Landmann. Noch nie sei so etwas bislang passiert.
Problem in kritischer Höhe
Laut Michael Landmann sind die beiden zwar nicht ungebremst, aber doch gefährlich schnell zu Boden gestürzt. Ein paar Meter höher, und der Pilot hätte ausreichend Zeit zum Reagieren gehabt, meint Landmann. Auf zehn Metern Höhe sei der Gleitschirm zum Reagieren zu niedrig gewesen, zum Runterfallen aber viel zu hoch.
Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Laut dem Vereinsvorstand geht es beiden Verletzten den Umständen entsprechend gut.