Messeveranstalter warnt vor zwei Firmen

Betrüger schlagen nach Verbrauchermesse in Ulm zu: Zwei Besucher verlieren Gold und Schmuck

Nach einer Verbrauchermesse in Ulm sind zwei Besucher Opfer von Betrügern geworden. Bei der Messe handelt es sich um die "Leben Wohnen Freizeit". Die Betreiber reagierten.

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Von Autor/in Maren Haring

Zwei Besucher einer Verbrauchermesse in Ulm sind Tage später um Gold und Schmuck betrogen worden. Wie die Polizei mitteilte, knüpften die Betrüger auf der Messe Kontakt zu den späteren Opfern. Bei der Messe handelte es sich um die "Leben Wohnen Freizeit", die in diesem Jahr nach längerer Pause zum zweiten Mal stattgefunden hat.

Opfer der Betrüger sind demnach eine 62-jährige Frau und ein 81-jähriger Mann, beide aus Neu-Ulm. Sie sollen unabhängig voneinander an Messeständen Gespräche über den Verkauf von Antiquitäten beziehungsweise über Goldankauf geführt haben. Anschließen sollen sie Termine für den Ankauf ihrer Wertgegenstände bei sich zu Hause vereinbart haben.

Täter stiehlt Schmuckstücke bei Frau

Am vergangenen Mittwoch erschien laut Polizeibericht dann ein bislang unbekannter Täter bei der 62-jährigen Frau. Während des Gesprächs in der Wohnung habe er um ein Glas Wasser gebeten und den Moment genutzt, um zwei zuvor gezeigte Schmuckstücke unbemerkt zu stehlen. Einen Kauf tätigte er nicht, so die Polizei, stattdessen habe er sich unter dem Vorwand eines weiteren Termins schnell verabschiedet.

Mann verliert Goldmünzen, Goldbarren und Uhr

Bei dem 81-jährigen zweiten Opfer kam es zum Verkauf von Goldmünzen, Goldbarren und einer Armbanduhr im Wert von mehreren zehntausend Euro. Der Täter habe mehrere tausend Euro angezahlt und vorgegeben, den Rest der Summe per Blitzüberweisung zu zahlen. Die Wertgegenstände habe der Mann mitgenommen, doch das Geld kam nie auf dem Konto des 81-Jährigen an.

Messebetreiber reagiert und warnt vor Betrügern

Die Organisatorin der Messe "Leben Wohnen Freizeit", die Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft, warnt inzwischen auf ihrer Internetseite wegen der Betrugsfälle konkret vor zwei Firmen. Besucherinnen und Besucher sollten demnach mit diesen Firmen keine Termine zu Hause vereinbaren, so die Mitteilung. Die genannten Firmen hätten zudem inzwischen Hausverbot. Verträge mit ihnen würden nicht mehr abgeschlossen.

Die erste Reaktion war zunächst mal Bestürzung.

Die erste Reaktion sei zunächst Bestürzung gewesen, so der Geschäftsführer der Messegesellschaft Stephan Drescher. "Ich mache seit 20 Jahren Verbrauchermessen und so ein Fall oder so eine Art der kriminellen Energie ist mir in 20 Jahren nicht untergekommen." Inzwischen habe er erfahren, dass es offenbar weitere Fälle gibt, die nicht im Zusammenhang mit der Messe in Ulm stehen.

Für Messeveranstalter seien das sehr schlechte Nachrichten. Er hoffe auf eine schnelle Aufklärung der beiden Fälle, ziehe aber auch Konsequenzen, so Drescher. "Wir werden die komplette Branche, wo es um Entrümpelungen, Antikankauf und Antiquitäten geht, einfach ausklammern aus unserer Nomenklatur. Das wird es einfach nicht geben." Man prüfe neue Firmen, so Drescher. Doch das Auftreten der in Verdacht stehenden Anbieter sei unauffällig gewesen, auch auf der Messe selbst. "Bevor wir jetzt nochmal so einem Anbieter aufsitzen, klammern wir diese Branche lieber komplett aus, bei unseren Messen in Zukunft."

Polizei prüft Zusammenhang mit Betrugsfällen in anderen Städten

Die Kriminalpolizei in Neu-Ulm hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Derzeit werde unter anderem ein Zusammenhang zu ähnlichen Fällen in anderen süddeutschen Städten geprüft. Die Polizei stehe im engen Austausch mit dem Veranstalter der Messe. Bislang ist die Identät der Täter noch unklar.

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