In der Friedrich-von-Keller-Schule in Abtsgmünd (Ostalbkreis) hat es am Sonntag eine starke Rauchentwicklung gegeben. Grund war ein Brand im Bereich des Lehrerzimmers. Offenbar hatten sich ein oder mehrere Tabletcomputer entzündet. Verletzt wurde niemand. Doch der Sachschaden ist groß.
Tablets in Schule fangen Feuer: Hoher Sachschaden
Die Spuren des Feuers sind auch am Tag danach noch deutlich zu erkennen. Eine dicke Ruß-Schicht liegt auf dem Boden und auf den Schrankwänden des Zimmers, wo es am letzten Sonntag der Herbstferien gebrannt hat. Der Raum zwischen Sekretariat und Lehrerzimmer muss wohl komplett saniert werden, sagte Daniel Wolpert, Konrektor der Grund-, Werkreal- und Realschule, dem SWR. Das könne Wochen dauern.
Entstanden sei der Brand an den Ladeschalen für Tabletcomputer, heißt es vom zuständigen Polizeipräsidium Aalen. Noch seien die Ermittlungen nicht abgeschlossen, doch ein technischer Defekt sei wahrscheinlich. Möglicherweise waren die Tablets während der Herbstferien vergangene Woche am Stromnetz angeschlossen.
Regulärer Unterricht nach den Herbstferien
Die Polizei schätzte den Gesamtschaden zunächst auf 80.000 Euro. Trotz des Brandes startete der Schulbetrieb am Montag nach einer Woche Ferien wieder ganz regulär. Laut Schulleitung habe das Feuer keine Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler. Die Schule verfüge über genügend weitere Geräte für den Unterricht.
Am Sonntagvormittag gegen 10:30 Uhr hatte die Brandmeldeanlage der Schule Alarm ausgelöst. Die Feuerwehr rückte schnell mit 45 Kräften an. Laut Heiko Bernthaler, Feuerwehrkommandant der Gemeinde, hatte sich in dem Raum bereits starker Rauch entwickelt. Der Brandherd sei aber schnell gelöscht und eine weitere Ausbreitung verhindert worden. Da in der Schule sonst niemand war, bestand keine Gefahr für Menschen.
Wir hatten Glück im Unglück!
Dass sich das Feuer nicht weiter entzünden und ausbreiten konnte, ist laut Feuerwehrkommandant Bernthaler auch den Brandschutztüren im Gebäude zu verdanken. Sie hätten die Sauerstoffzufuhr verhindert. Konrektor Daniel Wolpert betonte am Tag nach dem Brand die gute Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen von Polizei, Feuerwehr und Rathaus.
Bürgermeister Armin Kiemel hatte sich am Sonntag vormittag umgehend ein Bild vom Schaden gemacht. Auch er zeigte sich froh, dass das schnelle Agieren der Feuerwehr Schlimmeres verhindert habe: "Angesichts der verkohlten Tablet-Koffer und dem Ruß und Gestank im Raum kann man sagen, wir hatten Glück im Unglück!"