Viele Einsatzkräfte vor Ort

Quecksilber in Fabrik in Hermaringen ausgetreten - Drei Arbeiter kommen in Kontakt mit hochgiftigem Schwermetall

In einer Fabrik in Hermaringen (Kreis Heidenheim) ist am Dienstagmittag Quecksilber ausgetreten. Die Feuerwehr hat bis in den Abend Reste der giftigen Substanz entfernt.

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Von Autor/in Carola Kührig

In Hermaringen (Kreis Heidenheim) ist am Dienstagmittag hochgiftiges Quecksilber ausgetreten. Drei Menschen sind mit dem hochgiftigen Schwermetall in Kontakt gekommen. Die Feuerwehr hat bis in die Abendstunden Quecksilberreste von einem Gabelstapler und einem Entsorgungscontainer entfernt.

Quecksilberreste verteilten sich großflächig auf Container

Laut einem Sprecher der Feuerwehr war ein alter Stromzähler mit Quecksilber in dem Container zerbrochen. Arbeiter der Firma hatten zuvor eine alte Anlage zerlegt und Teile in den Entsorgungscontainer geworfen. Aus einem Bauteil seien rund 100 Milliliter der giftigen Substanz ausgetreten, in einer "kleinen Wolke", wie der Feuerwehrsprecher sagte. Zunächst war von rund einem Liter Quecksilber die Rede gewesen.

Den Großteil des Quecksilbers habe man beseitigen können. Allerdings hätten sich Reste großflächig auf dem Container und dem Gabelstapler verteilt. Diese Quecksilberreste mussten mit einem speziellen Mittel gebunden werden. Dafür sei die Werksfeuerwehr von Zeiss aus Oberkochen nach Hermaringen gerufen worden. Bei Regen hätten die giftigen Stoffe sonst in die Umwelt gelangen können, hieß es weiter.

In Hermaringen ist am Dienstagmittag hochgiftiges Quecksilber auf einem Fabrikgelände ausgetreten.
Ein großes Aufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei war am Dienstagnachmittag vor Ort in Hermaringen. Marcus Brandhuber

Die drei Arbeiter, die mit dem Quecksilber in Kontakt gekommen waren, wurden vorsorglich in eine Klinik gebracht. Nach Auskunft der Polizei waren sie augenscheinlich nicht verletzt.

Spezialeinheit der Feuerwehr beseitigt zunächst nur Teil des Quecksilbers

Der Außenbereich um das Fabrikgebäude war abgesperrt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Polizei nicht. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren vor Ort. Eine Spezialeinheit der Feuerwehr war mit Schutzanzügen und Gasmasken auf dem Gelände, um das hochgiftige Quecksilber zu beseitigen. Es musste am Abend allerdings noch ein spezielles Bindemittel eingesetzt werden, um auch Quecksilberreste zu beseitigen.

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Carola Kührig
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Volker Wüst
SWR Aktuell Autor Volker Wüst

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