Die Substanz, die den Josefsbach in Schwäbisch Gmünd Anfang April leuchtend grün eingefärbt hat, ist ungefährlich. Die Polizei bestätigte einen Bericht der "Schwäbischen Post", nach dem es sich bei dem Stoff um Uranin handelt.
Uranin ist ein wasserlöslicher Farbstoff, der zum Orten von Lecks in Rohren oder bei der Seenotrettung benutzt wird. Für Mensch und Tier sei die Substanz unbedenklich.
Uranin in Josefsbach: Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft
Ein Unbekannter soll den Stoff in den Bach geschüttet haben. Der Fall liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft. Schon eine optische Veränderung eines Gewässers sei eine Straftat, hieß es dazu weiter. Die Ermittlungen von Seiten der Polizei seien abgeschlossen.
Das Wasser des Josefsbachs war Anfang April über mehrere hundert Meter grün verfärbt. Zeugen wollen einen Mann gesehen haben, der aus einer Flasche eine grüne Flüssigkeit in den Bach schüttete. Seither fehlt von dem Mann aber jede Spur. Die grüne Farbe hatte sich an dem Abend schnell wieder verdünnt und aufgelöst - und zwar dort, wo der Josefsbach in die deutlich mehr Wasser führende Rems fließt.
Uranin wurde bis in die 1960er Jahre in Chicago verwendet, um den Chicago River anlässlich des irischen St. Patrick's Day in einen leuchtend grünen Fluss zu verwandeln. Inzwischen wird dafür ein anderer Farbstoff verwendet.