Man muss sich um die Katzen kümmern - aber auch dafür sorgen, dass es nicht zu viele werden. Das ist die Überzeugung der Katzenhilfe Ehingen (Alb-Donau-Kreis). 25 Ehrenamtliche tun alles, um es den Katzen so angenehm wie möglich zu machen.
Man sieht eine Katze und versteht sich dann auch ohne Worte. Und man will denen etwas Gutes tun.
Keine Frage, Marlon Schöllkopf liebt Katzen. Der 32-Jährige hat einen Fulltimejob und schaut trotzdem nach Feierabend, so oft es geht, im Ehinger Katzenhaus vorbei: "Man sieht eine Katze und versteht sich dann auch ohne Worte", meint Schöllkopf. "Und man will denen was Gutes tun. Manchmal denkt man wirklich: Okay, jetzt ist's ein bisschen viel. Aber die Motivation? Man kann es schwer beschreiben, es sind einfach die Katzen."
Eine schwarze Katze scheint den Katzenpfleger besonders zu mögen. Und schwupps springt sie auf dessen Schultern. "Wo willst du hin?", fragt Schöllkopf und geht in die Hocke. "Bleibst da sitzen oder willst wieder runter?" Es ist sehr selbstverständlich, wie er mit der Katze umgeht.
Katzenhilfe fängt auch Streuner ein
Immer wieder gehen Schöllkopf und seine Freundin Jeannine los, um Streuner zu fangen. Denn darum geht's auch bei der Katzenhilfe: "Wenn man die nicht einfängt und kastriert oder wieder zurücksetzt und kastriert, dann werden das sehr schnell sehr viele. Also wirklich viele", weiß der 32-Jährige.
Marlon und Jeannine versuchen es auf einem Bauernhof im Nachbarort. Dort stellen sie eine Katzenfalle auf, einen grünen, kleinen Käfig mit einer Klappe vorne dran. Jeannine macht eine Dose Katzenfutter auf und stellt sie in das hintere Eck der Falle.
Der Duft verbreitet sich offenbar schnell. Eine erste Katze kommt, dann eine zweite. Aber die Tiere vom Hof sind schlau: Es bleibt beim Schnüffeln und einem skeptischen Blick. Aber in die Falle tappt keine. Und Streuner kommen schon gar keine.
Katzenkuscheln bei der Katzenhilfe Ehingen
Das war diesmal nix. Dennoch werden regelmäßig Katzen eingefangen, kastriert und weitervermittelt. Ein Paar schaut bei der Katzenhilfe Ehingen vorbei und interessiert sich für ein Tier.
"Dann stell ich euch mal die Kandidaten vor", sagt die Kollegin von der Katzenhilfe. "Die sind alle sehr, sehr sozial. Also wir haben da unseren Barney, zum Beispiel. Wäre eine scheue Katze für euch auch eine Option oder muss die schon zutraulich sein?" Es ist wichtig, auch solche Dinge zu klären.
Etwas zu tun gibt's immer bei der Katzenhilfe: füttern, saubermachen, eine tiergerechte Umgebung schaffen - und einfach mal Katzen kuscheln.