Die alte und neue Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm heißt Katrin Albsteiger (CSU). Die 42-Jährige ist am Sonntag im ersten Wahlgang wiedergewählt worden. Dabei hat sich Albsteiger gegen sechs Mitbewerber, zwei Kandidatinnen und vier Kandidaten, durchgesetzt. Die CSU-Politikerin bekam exakt 60 Prozent der Stimmen.
Katrin Albsteiger überwältigt von Ergebnis
Im ersten Moment fehlten der Oberbürgermeisterin die Worte. Sie habe im Vorfeld alle Möglichkeiten durchgespielt und mit einem knappen Ergebnis oder gar einer Stichwahl gerechnet. Deswegen sei sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden. "Ich bin extrem erleichtert. Der Stein fällt noch nicht vom Herzen. Ich fürchte, es dauert noch ein bisschen, bis ich es vollständig realisiert habe."
Am Montag geht der Rathaus-Alltag für sie gleich weiter. Sie habe nicht daran gedacht, sich frei zu nehmen. Es stehe unter anderem ein Bewerbungsgespräch im Terminkalender. Möglicherweise werde es aber spät heute: "Wir wollen noch gemeinsam mit den Kandidatinnen und Kandidaten der CSU essen gehen."
Zur Präsentation der Ergebnisse im Edwin-Scharff-Haus waren auch fünf der Mitbewerberinnen und Mitbewerber gekommen. Katrin Albsteiger bedankte sich für einen sachlichen und fairen Wahlkampf. Sie nahm zahlreiche Glückwünsche - auch der anderen Kandidaten - entgegen. Lediglich AfD-Bewerber Franz Schmid fehlte.
Mehren von den Grünen und Schmid von der AfD mit großem Abstand
Weit hinter Albsteiger landeten Michael Mehren von den Grünen mit 11 Prozent und AfD-Mann Schmid mit 10,9 Prozent der Stimmen. Der 25-jährige Schmid sitzt für seine Partei im Bayerischen Landtag. Er steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes in Bayern und hat enge Kontakte zur verfassungsfeindlichen Identitären Bewegung.
Außerdem waren Joachim Kögel von der SPD, Tanja Fendt von Pro NU und die Linke Kati Ernst bei der Wahl angetreten.
Albsteiger legte im Wahlkampf Schwerpunkte auf die Weiterentwicklung des IT-Campus bei der Hochschule Neu-Ulm, die Aufwertung des Innenstadthandels, den Bürokratieabbau und den Ausbau der Schulen, darunter den Neubau des Lessing-Gymnasiums.
Die CSU-Politikerin war 2020 als Nachfolgerin von Gerold Noerenberg (CSU) erstmals angetreten und schaffte ebenfalls im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit.
Klarer Wahlsieg auch für neuen OB in Günzburg
In Günzburg war Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) nicht mehr zur Wahl angetreten. Sein Parteikollege Michael Jahn ist am Sonntag mit 56,6 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang zu seinem Nachfolger gewählt worden. Der 30-Jährige wird damit der jüngste Oberbürgermeister Schwabens, berichtet der BR. Auf Kreisebene wurde CSU-Landrat Hans Reichhart im Amt bestätigt.