Die Polizei hat in Ulm zwei Männer festgenommen, die eine Einbruchserie in Hofläden begangen haben sollen. Wie ein Sprecher dem SWR berichtete, waren die beiden mutmaßlichen Täter im Januar in mehrere Selbstbedienungsläden in Oberschwaben und auf der Schwäbischen Alb eingedrungen, brachen Verkaufsautomaten auf und entwendeten Geld und Waren. Aufnahmen von Überwachungskameras brachten die Ermittler auf ihre Spur.
Überwachungskameras führten zum Ermittlungserfolg
Die Taten ereigneten sich an mehreren Tagen an verschiedenen Orten. Betroffen waren laut Polizei unter anderem der Raum Riedlingen, Bad Schussenried und der Raum Münsingen. In einem Hofladen in Magolsheim (Landkreis Reutlingen) versuchten die mutmaßlichen Täter vergeblich, die Kasse aufzubrechen. In einem anderen Laden in Böttingen (Landkreis Reutlingen) entwendeten sie neben Bargeld auch Lebensmittel wie Pizza, Eier und Getränke.
Bei mehreren Taten wurden die Verdächtigen von Überwachungskameras gefilmt. Anhand der Bilder konnte die Polizei die beiden Männer im Alter von 25 und 26 Jahren identifizieren und Mitte Februar vorübergehend festnehmen. Außerdem wurde eine Wohnung auf dem Ulmer Eselsberg durchsucht. Die Ermittler fanden entsprechende Beweismittel.
Nach Diebstahl: Hofladenbetreiber installieren Überwachungskameras
Einer der insgesamt neun Fälle ereignete sich in einem Hofladen in Binzwangen im Landkreis Biberach. Die Diebe erbeuteten Bargeld aus der Kasse eines landwirtschaftlichen Hofladens. "Das ist eine Frechheit! In unserem Laden steckt viel harte Arbeit", sagt Betreiberin Irmgard Grolms dem SWR. Als Reaktion auf die Tat habe der Familienbetrieb entschieden, Überwachungskameras aufzustellen.
Das ist eine Frechheit!
Bei einer der Taten, im Riedlinger Ortsteil Daugendorf, nutzten die mutmaßlichen Täter eine Brechstange. Damit versuchten sie laut Polizei, eine Kasse aufzuhebeln. Da dies misslang, flüchteten sie. Ob die beiden für weitere ähnliche Taten verantwortlich sind, soll nun untersucht werden. Die Ermittlungen leitet die Staatsanwaltschaft Ravensburg. Die Höhe des Gesamtschadens der Taten ist noch unbekannt.