Social-Media-Detox untersucht

Ulmer Studie zeigt "dramatische Veränderungen" durch weniger Social Media

Immer online, ständig Scrollen - der Alltag vieler junger Menschen. Eine Studie aus Ulm zeigt: Schon ein Monat mit weniger Social Media kann reichen, um Stress zu senken und besser zu schlafen.

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Von Autor/in Peter Schmid, Jürgen Klotz

Vier Stunden und mehr täglich auf TikTok, Instagram oder Snapchat - für viele Jugendliche und junge Erwachsene ist das Alltag. Doch was passiert, wenn man bewusst kürzer tritt? Eine Studie des Universitätsklinikums Ulm zeigt: Schon vier Wochen mit weniger Social Media können spürbar etwas verändern - beim Stresslevel, beim Schlaf und der psychischen Gesundheit.

Studie der Uniklinik Ulm: Weniger Social Media bedeutet weniger Stress

Für die Social-Media-Detox-Studie haben rund 130 junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren aus ganz Deutschland mitgemacht. Alle waren vorher mindestens vier Stunden täglich online unterwegs. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe durfte Social Media nur noch höchstens eine Stunde am Tag nutzen, die zweite Gruppe setzte sich selbst ein Zeitlimit, die dritte änderte ihr Verhalten zunächst nicht.

Nach vier Wochen zeigte sich: Wer weniger Zeit auf Social Media verbrachte, fühlte sich insgesamt besser und weniger gestresst. Besonders starke Verbesserungen gab es bei den Teilnehmenden, die am konsequentesten reduziert hatten - also bei denen mit maximal einer Stunde täglich. Sie berichteten nicht nur von weniger Stress, sondern auch von weniger Schlafproblemen, Angst und depressiven Symptomen.

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"Dramatische Veränderungen" bei depressiven Symptomen

"Das sind dramatische Veränderungen durch eigentlich eine simple Maßnahme, eine Verhaltensänderung", so der Ulmer Kinder- und Jugendpsychater Prof. Jörg Fegert, der die Studie geleitet hat. Depressive Symptome seien bei dieser Gruppe von anfänglich 40 Prozent um rund die Hälfte zurückgegangen - allein durch weniger Handykonsum.

Das Social Media Detox hatte übrigens einen weiteren positiven Effekt: Nach der Studie hätten die jungen Probanden zwar wieder mehr Social Media genutzt, seien aber nicht auf viereinhalb, fünf Stunden Handynutzung pro Tag gekommen, sondern blieben im Durchschnitt etwas über zwei Stunden, so Fegert.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Peter Schmid
SWR-Aktuell Redakteur Peter Schmid
Jürgen Klotz
Jürgen Klotz

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