Baustelle am Blaubeurer Tor

Fortschritte bei B10-Umbau: Ulm nähert sich Baustart für Tunnel

Am Blaubeuerer Tor in Ulm soll der Verkehr künftig durch einen Tunnel fließen. Auch die Wallstraßenbrücke wird erneuert. Bis 2030 soll alles fertig sein. Noch laufen die Vorarbeiten.

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Von Autor/in Catharina Straß

Statt Kreisverkehr und Autobrücke ein Park mit schattenspendenden Bäumen, darunter fließt der Verkehr durch einen Tunnel: So stellt sich die Stadt Ulm die Zukunft der Hauptverkehrsachse B10 rund um das denkmalgeschützte Blaubeurer Tor vor. Bis zur Landesgartenschau 2030 soll der Umbau geschafft sein. Noch laufen die Vorbereitungen - die Verantwortlichen sind optimistisch.

Projektleiter B10-Erneuerung: "Wir sind gut im Zeitplan"

Gerhard Fraidel, der städtische Projektleiter der B10-Erneuerung, steht mit Bauhelm und Warnweste auf dem Schotterboden des Blaubeurer Rings. Den Kreisverkehr am Stadteingang wird es bald nicht mehr geben. "Wir sind gut im Zeitplan", sagt der Projektleiter zufrieden. Bis zur Landesgartenschau 2030 soll der Verkehr in Nord-Süd-Richtung durch einen etwa 200 Meter langen Tunnel fließen. Der Neubau soll 2026 beginnen und Ende 2028 fertig sein.

In der Zwischenzeit wird an der Verkehrsführung am Blaubeurer Tor während der Bauarbeiten gearbeitet. Der Verkehr in Richtung Norden soll um die Baustelle geleitet werden, während der Verkehr in Richtung Süden schon weit vorher um die Stadt geführt wird. Im November 2025 gehen die Umleitungen in Betrieb. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um den Baustellenbereich vom Verkehr zu entlasten und den Abbruch der bestehenden Brücken zu beschleunigen. "Das spart uns Zeit und Kosten", erklärt Fraidel.

B10-Vorhaben am Blaubeurer Tor: Baugrund macht Probleme

Doch nicht alles läuft reibungslos. Der Baugrund unter der B10 stellt die Planer vor Herausforderungen. "Wir haben einen inhomogenen Boden, mit dem wir arbeiten müssen", erklärt Gesamtprojektleiter Markus Vorholzer dem SWR. Der Boden sei extrem unterschiedlich - mal torfig, mal felsig. Das erschwere die Planung. Um den Tunnel und die neuen Brücken zu stützen, müssen rund 1.000 Stahlbetonpfähle in Tiefen von bis zu 35 Metern gesetzt werden. Jede Abweichung im Baugrund kann die Kosten und die Bauzeit in die Höhe treiben.

Es wird teurer, wenn wir nicht genau wissen, wie der Baugrund ist.

Aktuell laufen Bodentests an kritischen Stellen. Dabei werden probeweise Pfähle in die Erde getrieben und auf ihre Tragfähigkeit getestet.

Vorholzer beugt sich gemeinsam mit Projektleiter Fraidel über die ersten Testergebnisse. "Diese Tests kosten rund eine Million Euro", so Fraidel. Man könne dadurch aber bis zu vier Millionen Euro und 160 Bautage sparen. Die Resultate sollen in rund zwei Monaten vorliegen und in die Planung einfließen.

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Abbruch maroder Brücken ab Januar 2026

Ein weiterer Meilenstein des Projekts ist der Abbruch der Brücken, die das Blaubeurer Tor umrahmen. Eine marode Brücke, die sich direkt an das denkmalgeschützte Bauwerk schmiegt, wird ab Mitte 2026 ersatzlos entfernt. Die Wallstraßenbrücke, die über die Bahngleise führt, wird ab Januar 2026 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Für die Planer geht es nun darum, den Zeitplan weiter einzuhalten. Und dabei den Verkehr während der Bauphase so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

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