Es ist einer der brutalsten Morde in Ulm. Und ein Fall, der immer noch ungelöst ist: der Mord an dem 28-jährigen Rafael Blumenstock vor knapp 35 Jahren. Am Mittwoch war der "Cold Case", wie die Polizei ungelöste Verbrechen nennt, Thema bei der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY,,,Ungelöst". Dabei gingen teils überraschende Hinweise ein.
Der Cold-Case-Ermittler Manuel Köhler war Berichterstatter in der Sendung. Der Ermittler nimmt die neuen Hinweise ernst.
Cold Case Rafael Blumenstock - Hinweis auf bislang nicht erwähntes Tatmotiv
Eine Anruferin vermutet, dass Rafael Blumenstock Zeuge eines anderen Verbrechens in der Tatnacht in Ulm gewesen sein könnte und deshalb sterben musste - ein Tatmotiv, das bis jetzt noch nicht auf dem Tisch lag. Bislang geht man davon aus, dass Blumenstock aus Hass auf Homosexuelle ermordet wurde.
Darüber hinaus gab es in "XY ungelöst" einen Hinweis auf einen weißen VW-Scirocco oder ein ähnliches Auto. Drei Insassen sollen sich im Wagen befunden haben. Diese und weitere Hinweise wird Manuel Köhler nun überprüfen. Alles in allem gab es zwölf Hinweise während der Sendung.
Seit 33 Jahren ungeklärter Mordfall Mordopfer Rafael Blumenstock: Gedenkstele auf Ulmer Münsterplatz
In Ulm ist am Mittwoch eine Stele zur Erinnerung an Rafael Blumenstock eingeweiht worden. Der junge Mann wurde vor 33 Jahren grausam ermordet. Die Tat ist noch immer ungeklärt.
Rafael Blumenstock und sein Tod - das ist vielen Ulmerinnen und Ulmern ein Begriff. Unbekannte hatten ihn im November 1990 nachts mitten auf dem Ulmer Münsterplatz mit Tritten und Messerstichen brutal ermordet und ihm die Nase abgeschnitten.