Starker Rückgang im Vergleich zum Vorjahr

Weniger Flüchtlinge kommen nach BW

Rund tausend Personen suchen monatlich Asyl in Baden-Württemberg. Das sind deutlich weniger als vergangenes Jahr. Über die Hälfte der Neuankömmlinge verlassen das Land wieder.

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Von Autor/in Ruben Moratz

Die Zahl der Menschen, die in Baden-Württemberg als Geflüchtete Zuflucht suchen, hat in den vergangenen Monaten stetig abgenommen. Laut dem Justizministerium Baden-Württemberg wurden 2024 rund 22.100 Asyl-Anträge registriert. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres hingegen waren es nur rund 5.200.

Mehr als die Hälfte der Geflüchteten bleiben nicht

Seit Jahresbeginn kommen jeden Monat rund 1.050 Geflüchtete nach Baden-Württemberg. Im gleichen Zeitraum verlassen jeden Monat etwa 280 Personen das Bundesland wieder. Laut Justizministerium werden im Schnitt 320 Menschen pro Monat abgeschoben, darunter jeweils 90 Straftäter. Mehr als die Hälfte der Neuankömmlinge verlassen Baden-Württemberg daher wieder.

Türkei, Afghanistan und Syrien häufigste Herkunftsländer

Mit dem Rückgang liegt Baden-Württemberg im bundesweiten Trend. Im Mai wurden in Deutschland nur halb so viele Asyl-Anträge wie vergangenes Jahr gestellt. Innerhalb der EU verzeichnen damit Frankreich und Spanien mehr Anträge. Grund dafür könnte die verschärfte Asylpolitik der Regierung und die Kontrollen an den deutschen Grenzen sein. Wichtig ist außerdem die Entwicklung in den Herkunftsländern. In Syrien wurde zum Beispiel der langjährige Diktator Assad gestürzt.

Ein Blick auf die Herkunftsländer zeigt: Die meisten Geflüchteten in Baden-Württemberg in diesem Jahr kamen bislang aus der Türkei, Afghanistan und Syrien - jeweils etwa 170 Personen. Justizministerin Marion Gentges (CDU) verweist darauf, dass die Zahl der Geflüchteten aus Syrien seit einiger Zeit sinkt. Als Grund nennt sie Veränderungen vor Ort.

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Lorenz Zeck