Gewitter mit Starkregen sind am Sonntagabend über den Rems-Murr-Kreis hinweggezogen. In der Nähe der Gemeinde Leutenbach hatten sich Wolken trichterförmig aufgetürmt, was für viele zunächst wie ein Tornado aussah. Doch es sei keiner gewesen, sagt der SWR-Wetterexperte Bernd Madlener. Es sehe sehr stark nach einem Wolkenfetzen aus, der sehr tief aus der Wolke herunterhänge.
Tornado über Baden-Württemberg? Das geben die Wetter-Daten her
Auf dem Radar konnte Madlener um kurz nach 21:00 Uhr keine Rotation feststellen - was entscheidend ist für einen Tornado. Es habe nur eine rote Markierung auf dem Radar gegeben, drei Kilometer von Leutenbach entfernt.
Wenn am Erdboden kein Wirbel zu sehen ist, dann war es auch kein Tornado.
Gegen einen Tornado spricht laut Madlener auch, dass es keine Schäden gibt, die eigentlich entstanden sein müssten, wenn sich "was am Boden drehe". Seinen Angaben zufolge hat es sich vermutlich um eine Fallböe gehandelt. Laut Polizei gab es weder Schäden noch Verletzte.