Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch für Montag vor einzelnen Gewittern mit Starkregen. Es sind demnach zwischen 20 und 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Besonders betroffen seien der Schwarzwald und der Norden Baden-Württembergs. Dort seien Hagel sowie Böen bis zu 60 Kilometer pro Stunde zu erwarten.
Im weiteren Verlauf ist laut DWD Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden nicht ausgeschlossen - besonders im Norden Baden-Württembergs.
DWD warnt zusätzlich vor Dauerregen
Der DWD warnt die Menschen in Baden-Württemberg auch vor Dauerregen. Dieser könne Mengen bis 50 Liter pro Quadratmeter bis Dienstagmittag, in Staulagen auch bis 70 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 36 bis 48 Stunden bringen. Mit dem Starkregen seien dann Regenmengen bis Dienstagmittag insgesamt örtlich um 100 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt auch bis 120 Liter pro Quadratmeter innerhalb von drei Tagen möglich.
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Deutscher Wetterdienst Unwetterwarnung für Baden-Württemberg
In Teilen Baden-Württembergs kann es zu Unwettern kommen. Der Deutsche Wetterdienst informiert laufend.
Zugunglück wohl durch Erdrutsch nach Starkregen ausgelöst
Das schwere Zugunglück von Riedlingen (Kreis Biberach), das sich am Sonntagabend ereignete, wurde wohl durch ein Unwetter ausgelöst. Nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft von Montagmorgen war vermutlich ein Erdrutsch durch Starkregen die Ursache für das Unglück mit drei Toten. "Das Wasser löste einen Erdrutsch im Böschungsbereich zu den Gleisen hin aus, was wiederum wohl die Entgleisung verursachte", teilten die Ermittler mit. Mehrere Waggons des Regionalzugs waren am Sonntagabend entgleist. Drei Menschen kamen ums Leben, mindestens 41 Menschen wurden verletzt.
Starkregen in Rhein-Neckar-Region - Heidelberg Triathlon abgebrochen
Wegen Starkregen mussten auch die Feuerwehren in der Rhein-Neckar-Region am Sonntag mehrfach ausrücken. Wie die Integrierte Leitstelle für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis auf SWR-Anfrage mitteilte, sind zahlreiche Keller vollgelaufen und Straßen überspült worden - unter anderem in Schönbrunn, Mühlhausen, Hockenheim, Angelbachtal und Dossenheim (alle Rhein-Neckar-Kreis). Der Heidelberg Triathlon musste wegen des Unwetters kurzfristig abgebrochen werden.
A8 bei Ausfahrt Ulm-West überflutet
Im Raum Ulm gab es durch Gewitter am Sonntag wieder viel Starkregen. Am Nachmittag wurde die A8 bei der Ausfahrt Ulm-West überflutet. Die Polizei sperrte die Fahrbahn kurzzeitig, bis das Wasser abgeflossen war. Es bildete sich ein langer Stau. In Dornstadt (Alb-Donau-Kreis) haben die Wassermassen Kanaldeckel angehoben, die Feuerwehr musste Keller auspumpen. Die Feuerwehr war am Sonntagabend auch in Blaustein (Alb-Donau-Kreis) im Einsatz, wo ein weiterer Starkregen niederging.
Auch in der Region Heilbronn-Franken sind die Feuerwehren am Wochenende zu vielen Einsätzen wegen der Unwetter mit Starkregen gerufen worden. Keller liefen voll, Bäume stürzten um. Nach Angaben der Feuerwehr Heilbronn gab es alleine im Stadtgebiet Heilbronn am Wochenende 18 wetterbedingte Einsätze. Dabei sei besonders auffällig gewesen, dass viele Gullideckel durch das hohe Wasseraufkommen aus der Verankerung gedrückt wurden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem SWR. Am Samstagabend blockierte ein umgestürzter Baum eine Straße in der Heilbronner Innenstadt. Die Fahrbahn war einige Stunden nicht passierbar. Die Feuerwehr musste den Baum beseitigen, um die Straße wieder freigeben zu können.
Auch diese Woche erstmal kein Freibad-Wetter
Im Lauf der Woche wird es nach Angaben der Metereologen kein klassisches Sommerwetter geben. Weiter sind Niederschläge und Gewitter angekündigt. "Es bleibt unbeständig", sagte der Meteorologe des DWD. Mit Blick auf kommendes Wochenende könne man etwas Hoffnung haben, aber ein dauerhaftes Hoch zeichne sich nicht ab.