Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit ist für viele Menschen eine Herausforderung: Eine Stunde weniger Schlaf, ein gestörter Biorhythmus - und auch manche Tiere bleiben von den Auswirkungen nicht verschont. In der Wilhelma, dem zoologisch-botanischen Garten in Stuttgart, sind vor allem die Menschenaffen in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung noch etwas verschlafen.
Müde Menschenaffen in der Stuttgarter Wilhelma
"Den Affen geht es ähnlich wie uns", erklärt Friederike Menzfeld, Tierpflegerin im Menschenaffenhaus der Wilhelma. "Sie finden es ein bisschen doof, dass die Stunde quasi weggenommen wird." Besonders in den ersten ein bis zwei Tagen nach der Zeitumstellung sind die Gorillas und Bonobos etwas träger und verbringen mehr Zeit mit Ruhen. Da der Zoo-Alltag einem festen Zeitplan folgt, geben die Tierpfleger den Affen bewusst die Möglichkeit, tagsüber ein Nickerchen einzulegen, um den Übergang zu erleichtern.
Wie die Zeit schneller und langsamer vergeht Zeitumstellung: Was das Alter mit dem Zeitgefühl zu tun hat
In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Zeit umgestellt. Je älter wir werden, desto schneller scheint die Zeit in unserem Alltag zu vergehen. Was wir dagegen tun können.
Haustiere und die Zeitumstellung: Routinen helfen
Haustiere wie Hunde und Katzen kommen mit der Zeitumstellung meist gut zurecht, berichtet der Landestierschutzverband Baden-Württemberg. Dennoch können die Tiere anfangs irritiert sein, wenn Fütterungszeiten oder Spaziergänge plötzlich eine Stunde früher stattfinden. Der Verband empfiehlt, die Routinen im Vorfeld schrittweise anzupassen - etwa indem diese täglich um 10 Minuten vor- oder zurückverlegt werden. So können sich die Vierbeiner leichter an den neuen Rhythmus gewöhnen. Nach ein bis zwei Tagen haben sich die meisten Haustiere an den neuen Rhythmus gewöhnt.
Zeitumstellung führt zu mehr Wildunfällen
Wildtiere hingegen sind durch die Zeitumstellung stärker betroffen. Der Landestierschutzverband warnt, dass der morgendliche Berufsverkehr nach der Umstellung in die aktive Phase vieler Wildtiere fällt. Dies führe zu einem erhöhten Risiko für Wildunfälle, so der Landestierschutzverband. Autofahrer, die frühmorgens unterwegs sind, sollten nach der Zeitumstellung besonders vorausschauend fahren, um im Notfall rechtzeitig bremsen oder ausweichen zu können.