Ohne Familie, Partnerin und Partner oder andere Mitbewohner: Nach Angaben des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg gab es im Jahr 2025 zwei Millionen Haushalte mit nur einer Person. Das seien rund 37 Prozent aller 5,4 Millionen Haushalte im Land. Je größer eine Gemeinde, desto mehr Menschen wohnten allein, so das Landesamt.
Haushalt ohne Mitbewohner ist häufigste Wohnform
Während 1,99 Millionen Menschen allein lebten, wohnten 31 Prozent aller Menschen in Baden-Württemberg mit nur einer weiteren Person zusammen. Laut Landesamt bestanden 12 Prozent der Haushalte aus drei und knapp 15 Prozent aus vier oder mehr Personen. Rund 5,5 Prozent lebten in einer Wohngemeinschaft.
Je größer die Gemeinde, desto höher der Anteil der Einpersonenhaushalte
Vor allem in Großstädten leben laut Landesamt mehr Menschen allein. In Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern - wie Freiburg, Mannheim und Stuttgart - waren das rund 45 Prozent aller Einwohner. In Gemeinden unter 10.000 Einwohnern war der Anteil deutlich geringer und lag laut Landesamt bei 32 Prozent. Einpersonenhaushalte in größeren Städten zeigten eine jüngere Altersstruktur als solche in kleineren Gemeinden. Während 2025 das mittlere Alter in Gemeinden unter 10.000 Einwohnern bei 61 Jahren lag, waren die Einwohner in Großstädten ab 200.000 Personen rund zehn Jahre jünger, so die Statistik.
Ein weiterer Unterschied zeige sich im Geschlecht: Laut Statistischem Landesamt war die Hälfte der alleinwohnenden Männer 50 Jahre alt und jünger, die der Frauen 66 Jahre oder älter. Dieser Altersunterschied zeige sich in kleineren und größeren Städten ähnlich.
Die Angaben des Statistischen Landesamtes sind die ersten Ergebnisse des Mikrozensus 2025 - einer repräsentativen Befragung von Menschen zu ihren Arbeits- und Lebensverhältnissen.