Zwei Minuten: Die Kolumne zum Wochenende

Kolumne: Ein Ave Maria für Donald Trump

Nicht mehr lange und Amerika wählt einen neuen Präsidenten – oder eine neue Präsidentin. Donald Trump bewirbt sich für das Amt. Dabei würde eine andere Rolle viel besser zu ihm passen, meint Constance Schirra.

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Von Autor/in Constance Schirra

Noch 18 Tage. Dann wird das neue Staatsoberhaupt der USA gewählt. Die Nacht der Nächte naht, mit Decke vor dem Fernseher, Salzstangen knabbern, kommentieren. Wie beim ESC. Wobei es bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl nicht so viele Kandidaten gibt wie beim Eurovision Contest. Und keine Bewertung anderer Nationen. Was sehr bedauerlich ist, denn so entgeht uns: „CNN… Trump takes lead in the state of Florida, a big win… and now… hello to Olaf Scholz in Germany…” Olaf Scholz in Germany gibt Trump 0 Punkte. „Zero Points. Zero Points“. Aber nur als Präsidentschaftskandidaten. Als Künstler…

Die Kolumne von Constance Schirra können Sie hier auch als Audio hören:

Trump singt… nicht

Ich weiß nicht, also ich sehe da Potenzial. Auf einer Wahlkampfveranstaltung neulich in Pennsylvania wurde klar: Donald Trump liebt Musik. Da kam es mitten in einer von Trumps Reden zu einer Pause. Musik wurde gespielt, welche Musik? „Ave Maria“. Sie hören es? Aaaaave Maria… ausgerechnet! Als Zuschauer, so weit weg, kann man ein Ave Maria bei einer Trump-Veranstaltung natürlich ganz anders verstehen als ein Trump-Anhänger auf einer Trump-Veranstaltung. Da ist klar: Trump steht direkt neben der Gottesmutter auf der Bühne, naja… über ihr eigentlich. Der orangene Ex-Präsident wiegt sich also im Takt zu Schuberts Melodie, blickt versonnen gen Himmel, hebt immer wieder das eigene Mikrofon und ich denke: Jetzt! Jetzt singt er gleich… Nein, er hat es nicht getan. Schade.

Constance Schirra
Eine Kolumne von Constance Schirra © SWR/Christian Koch, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im Rahmen einer engen, unternehmensbezogenen Berichterstattung im SWR-Zusammenhang bei Nennung Bild: SWR/Christian Koch (S2+), SWR Presse/Bildkommunikation, Baden-Baden, Tel: 07221/929-24429, foto@swr.de

Rap wäre passend

Mir wäre es deutlich lieber, Trump würde singen! Rappen vielleicht! Rap ist ein markanter und schneller Sprechgesang. Würde passen!

 „Schlechte Menschen, kranke Leute, überall Verrückte heute!
Kriminelle und auch Killer, unser Leben ist ein Thriller!
Neue Menschen essen Katzen, Hunde - kranke und gesunde!
Haut ab, verschwindet, go, zurück mit euch nach Mexiko.“

Todesstrafe statt ECS

Leider bewirbt sich Donald Trump nicht für den Eurovision Contest in Basel, könnte er bestimmt mit seinen deutschen Wurzeln. Leider bewirbt sich Trump für das Präsidentschaftsamt in den USA. Gerade hat er dem ehemaligen Generalstabschef der Armee, einem Parteifreund, indirekt mit der Todesstrafe gedroht. Der war aber auch wirklich sehr ehrlich, der hat gesagt, Trump sei durch und durch ein Faschist.

Und wir können nichts machen, keine Stimme, keine Punkte. Dasitzen, zuschauen, Salzstangen knabbern. In 18 Tagen, in der Nacht der Nächte.

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Die Koalitions-Verhandlungsteams von CDU, CSU und SPD haben sich erstaunlich schnell und geräuschlos mit den Grünen geeinigt. Dadurch könnte jetzt der große Geldtopf aufgehen. Und die Grünen haben vielleicht eine neue Regierungsform entdeckt, meint Jan Seidel.

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