Ferienwohnungen belasten Wohnungsmarkt

Meinung: AirBnB den Kampf ansagen

Ferienwohnungen sind beliebte Unterkünfte für Touristen. Doch sie verschärfen die Wohnungsnot. Dagegen sollten die Städte sich wehren, meint Paul Hansen.

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Von Autor/in Paul Hansen

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Und warum statt eines Aufenthalts im Hotel nicht mal in einer privaten Ferienwohnung übernachten? Bei Portalen wie AirBnB oder Booking.com aus einem großen Angebot schnell gebucht, vor Ort dann heimelige Ruhe statt Gedränge am Hotelbuffet und dabei noch Geld sparen. 

Bild von Paul Hansen
Die Meinung von Paul Hansen SWR/Patricia Neligan

Das ist auch für die Vermieter ein lohnendes Geschäft. Denn mit einer Ferienwohnung lässt sich oftmals bedeutend mehr Geld einnehmen als mit einer normalen Vermietung. Verständlich, dass viele Eigentümer davon profitieren möchten. Doch das vermeintliche Win-Win-Geschäft hat einen klaren Verlierer: normale Mieter, die eine Wohnung suchen. 

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Für Wohnungssuchende ist die Situation angesichts des Wohnungsmangels und der horrenden Mieten vielerorts desaströs. Um eine passende Wohnung zu finden, ist neben Zeit und Geld heute meist genügend Vitamin B nötig. Auf dem freien Markt eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist für viele Menschen zunehmend unrealistisch. Dabei gibt es z.B. in Heidelberg mehr als 1000 Wohnungen, die an Touristen vermietet werden. Mehr als die Hälfte davon ist nicht als Ferienwohnung angemeldet. 

Es ist daher meines Erachtens richtig, wenn Städte gegen die Nutzung von Wohneigentum als Ferienwohnung vorgehen. Ich wünsche mir, dass die Städte dabei konsequenter auftreten und auch mal saftige Bußgelder verhängen. Die Wohnungssuchenden vor Ort werden es ihnen danken.

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