Gensch erhielt 36 Ja- und 2 Nein-Stimmen, wie Schnieder nach der Fraktionssitzung sagte. Einer der 39 Abgeordneten war nicht anwesend. Die Fraktion werde unter seinem Vorsitz ein tragender Partner der Landesregierung, aber auch selbstbewusst sein und die legislative Kraft nutzen, kündigte Gensch an. Sie könne als Korrektiv auch eigene inhaltliche Akzente setzen.
AfD als politischen Hauptgegner bezeichnet
Die Zusammenarbeit mit dem neuen Koalitionspartner SPD sei bisher partnerschaftlich und lösungsorientiert, so Gensch. Die AfD sei der "politische Gegner, den es inhaltlich und argumentativ zu stellen und zu entblößen gelte". Der künftige Ministerpräsident Gordon Schnieder sagte, eine Zusammenarbeit mit der AfD werde es bis runter auf die kommunale Ebene nicht geben.
Der Koalitionspartner SPD hatte bereits zuvor den noch amtierenden Regierungschef Alexander Schweitzer zum neuen Fraktionschef gewählt. Er folgt auf Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die ins Arbeits- und Sozialministerium wechselt.
Dennis Junk neuer Parlamentarischer Geschäftsführer
Zum Parlamentarischen Geschäftsführer wurde Dennis Junk (42) gewählt. Der gelernte Bankkaufmann aus Wittlich erhielt ebenfalls 36 Ja- und zwei Nein-Stimmen. Marcus Klein, der bisher diese Amt innehatte, wird Chef der Staatskanzlei sowie Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien.
Lammert soll Landtagspräsident werden
Die größte Fraktion stellt traditionell auch den Landtagspräsidenten. Dafür sei der bisherige Vizepräsident Matthias Lammert einstimmig von der Fraktion nominiert worden, berichtete Schnieder weiter. Stellvertreterin soll Marion Schneid werden. 34 Abgeordnete stimmten dafür und vier dagegen.
Unklar ist aber noch, wie viele Vizepräsidenten es im neuen Landtag geben soll. Auch die anderen Fraktionen wollen das Amt besetzen. Bisher gab es zwei Stellvertreter von Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD). Das waren Kathrin Anklam-Trapp (SPD) und Lammert. Diese Zahl habe sich nach seiner Auffassung bewährt, sagte Lammert.