Neue Bahnstrategie vorgestellt

Bahnsanierung: Hier braucht man in Rheinland-Pfalz auch künftig starke Nerven

Die Deutsche Bahn baut und modernisiert. Auch in Rheinland-Pfalz sollen die Züge besser rollen. Eine neue Bahnstrategie des Bundesverkehrsministeriums soll helfen.

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Unzuverlässig, teuer, intransparent - so die Vorwürfe an die Deutsche Bahn. Dagegen möchte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) aus der Eifel vorgehen und hat eine neue Bahnstrategie vorgestellt. Wir haben zusammengefasst, was Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen erwartet:

Diese Strecken sind auch künftig eine Herausforderung für Pendler in Rheinland-Pfalz

Hier wird aktuell größer gebaut:

Generalsanierung: Diese Strecken werden modernisiert

Die Bahn hat gemeinsam mit dem Bund die Reihenfolge für die Modernisierung an verschiedenen Strecken im Land festgelegt. Nach den Generalsanierungen auf der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim folgen weitere Großbaustellen. Ursprünglich sollten diese bis 2031 abgeschlossen sein, das könnte nun bis 2036 dauern.

Strecken modernisieren

  • 2026: Zwischen Juli und Dezember wird die Strecke zwischen Troisdorf in Nordrhein-Westfalen und Wiesbaden saniert. Die Strecke führt durch Rheinland-Pfalz, weshalb die Baustelle auch Neuwied, Koblenz-Ehrenbreitstein und St. Goarshausen betrifft.
  • Ab 2028: Köln-Koblenz/Koblenz-Mainz
  • Ab 2029: Forbach (Frankreich) - Ludwigshafen
Grafik: Diese Bahn-Strecken in RLP sollen in den kommenden Jahren modernisiert werden
Die sogenannte Generalsanierung der Bahn dauert bis Mitte der 2030er Jahre. Diese Bahnstrecken sind in Rheinland-Pfalz noch betroffen.

Diese Strecken sollen analysiert und reaktiviert werden

Nach Angaben des Mobilitätsministerium wurden zwölf stillgelegte Strecken untersucht, für acht von ihnen geht es in die nächste Planungsstufe.

  • 1. Brexbachtalbahn (Engers - Siershahn)
  • 2. Koblenz-Lützel - Bassenheim
  • 3. Landau - Germersheim
  • 4. Zellertalbahn (Langmeil - Monsheim)
  • 5. Glantalbahn (Staudernheim - Lauterecken - Altenglan)
  • 6. Wieslauterbahn (Hinterweidenthal - Bundenthal-Rumbach)
  • 7. Eifelquerbahn (Abschnitt Kaisersesch - Gerolstein)
  • 8. Kasbachtalbahn (Linz - Kalenborn)

Diese Strecken werden weiter analysiert, ob es sich auch wirklich lohnt, sie wieder für den Personenverkehr in Betrieb zu nehmen. In die Berechnung fließen beispielsweise erwartete Fahrgastzahlen ein oder wie gut eine Strecke zur CO2-Einsparung beitragen kann. Im Laufe des Jahres will das Ministerium eine Reihenfolge bekannt geben, nach der die Strecken reaktiviert werden sollen.

Stand 2025: Karte mit acht alten Bahnstrecken in Rheinland-Pfalz, die möglicherweise reaktiviert werden. Anfangs waren es noch zwölf.
Stand 2025: Karte mit acht alten Bahnstrecken in Rheinland-Pfalz, die möglicherweise reaktiviert werden. Anfangs waren es noch zwölf.

Ziel: Die Bahn soll zuverlässiger werden

Bundesverkehrsminister Schnieder sagte: "viele setzen das Nicht-Funktionieren bei der Bahn gleich mit einem Nicht-Funktionieren unseres Staates. Ich finde das brandgefährlich", so der Bundesverkehrsminister. Er will, dass die Bahn zuverlässiger wird. Die designierte neue Bahn-Chefin Evelyn Palla räumte vor allem mit Blick auf die Sanierung ein, dass nichts schnell gehen werde. Die Erneuerung der Eisenbahn-Infrastruktur sei ein Marathon.

Baden-Württemberg / Rheinland-Pfalz

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR

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