DLRG macht den Test am Badesee

Rettungsroboter "Dolphin 3" soll Menschen schneller retten

Er heißt "Dolphin 3", sieht aus wie ein Mini-Schnellboot mit Haltegriffen an den Seiten und ist ein Rettungsroboter. Getestet wird er derzeit von der DLRG Ludwigshafen-Oggersheim.

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Der Rettungsroboter ist eines der ersten Hilfsmittel dieser Art für Rettungsschwimmer in Rheinland-Pfalz. Er soll Menschen helfen, die beim Schwimmen oder Baden in Not geraten sind. Gesteuert wird er von Rettungsschwimmern, die ihn von Land aus direkt zur Einsatzstelle dirigieren können.

Unterwegs mit Blinklicht, Kamera und Lautsprecher

"Dolphin 3" ist bis zu 30 Stundenkilometer schnell, er hat ein orangefarbenes Blinklicht, eine Kamera und Lautsprecher, so dass die Rettungskräfte die Lage an der Einsatzstelle genau erkunden können. An den Haltegriffen können sich Schwimmer festhalten und zurück ans Ufer geschleppt werden.

Der Rettungsroboter ist deutlich schneller als ein Rettungsschwimmer, so die ersten Erfahrungen der DLRG in Oggersheim. Noch läuft nicht alles rund. Beim Test macht sich der Roboter selbstständig. "Es ist ja auch für uns noch ein recht neues Gerät in der Wasserrettung. Dafür geben wir Feedback auch an die Entwickler, um solche Kinderkrankheiten auszumerzen", sagt Jonathan Gerlach von der DLRG Oggersheim.

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Von "beängstigend" bis "Spaß" - Rettungsroboter im Test

Und auch für diejenigen, die von "Dolphin 3" testweise gerettet werden, ist die Erfahrung noch Neuland: "Erstmal war es schon ein bisschen beängstigend", sagt Simone Stapf von der DLRG Oggersheim. Sie hat sich im Test von "Dolphin 3" ans Ufer ziehen lassen. "Da kommt irgendwie ein Gerät, da kommt irgendwas Orangenes mit ein bisschen was Blinkendes auf dich zu. Aber dann kam eine Stimme, 'Achtung, wir sind von der DLRG. Wir helfen Ihnen, wir retten Sie!' Und dann hat es richtig Spaß gemacht."

Mit einer Person im Schlepptau, zieht der Dolphin immer noch zwei Meter pro Sekunde - also gut sieben Stundenkilometer. Das schafft kein Rettungsschwimmer. Den Rettungsroboter gibt es seit knapp zwei Jahren. Verkauft und vermietet wurden europaweit inzwischen gut 50 Stück. Ob der Ortsverein Ludwigshafen-Oggersheim aber die 7.000 Euro für die Anschaffung ausgeben will, ist noch offen.

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SWR