Beim Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weilerbach steht das Telefon nicht mehr still. Bürger melden sich und stellen Fragen zum Bio-Labor, das im neuen US-Krankenhaus in Weilerbach entsteht. Vorangegangen war die Anfrage eines Journalisten auf der Bundespressekonferenz. Er wollte vom Regierungssprecher wissen, was es mit dem neuen Labor auf sich hat und wie gefährlich dieses ist.
Im neuen Labor bei Weilerbach sollen Patienten isoliert werden
Mittlerweile haben sich Bund und Land dazu detailliert geäußert. Das Wichtigste vorweg: Bei Weilerbach im Kreis Kaiserslautern entsteht lediglich ein Krankenhauslabor, in dem untersucht werden kann, wie stark infektiös Patienten sind. Nach Angaben des Landes wird das kein Labor sein, in dem mit gefährlichen Erregern experimentiert wird. Es kommt dort also kein Forschungs- oder Produktionslabor hin. Das heißt, dass in diesem Labor vor allem Patienten isoliert werden können, die möglicherweise mit gefährlichen Krankheitserregern infiziert sind.
Die neu zu errichtende US-Klinik Weilerbach stellt keine andere Gefahr als jedes andere gleichartige Krankenhaus in der Bundesrepublik dar.
"Die neu zu errichtende US-Klinik Weilerbach stellt keine andere Gefahr als jedes andere gleichartige Krankenhaus in der Bundesrepublik dar", schreibt das Land in einer Mitteilung an den SWR wörtlich. US-Soldaten, die beispielsweise aus Krisengebieten kommen und möglicherweise mit gefährlichen Erregern infiziert sind, können dort untersucht und behandelt werden. Deswegen hat dieses spezielle Labor besondere Sicherheitsstandards, damit gefährliche Keime nicht nach außen gelangen können. Auch im alten US-Krankenhaus in Landstuhl gibt es ein solches Labor. Das neue Krankenhaus bei Weilerbach wird außerdem nach deutschem Recht gebaut. Das hat das Land Rheinland-Pfalz bestätigt.
Neues US-Krankenhaus soll 2027 fertiggestellt werden
Das neue US-Krankenhaus soll bis Ende 2027 komplett fertig sein. Bis zu 2.500 Menschen sollen dort künftig arbeiten. Das neue Labor wird vermutlich zeitgleich öffnen.