Der Kaiserslauterer Bürgermeister Manfred Schulz (CDU) sagte dem SWR, die Zünder der Bombe seien nicht verbogen gewesen und es habe bei der Entschärfung keinerlei Komplikationen gegeben. Die Aktion sei schneller gegangen als gedacht. Alle Menschen könnten in ihre Wohnungen zurückkehren.
Eigentlich hätte die Entschärfung rund drei Stunden früher beginnen sollen. Doch da in der Nähe des Fundorts eine Gasleitung verläuft, musste das Gas zunächst umgeleitet und die Leitung stillgelegt werden. Inzwischen sei die Gasleitung wieder freigegeben worden, teilte die Stadt mit.
Gebiet um Fundort in Kaiserslautern geräumt
Das Gebiet um den Fundort war in einem Radius von 750 Metern geräumt worden. Das betraf auch Teile des Betzenbergs und des Uni-Wohngebiets. Bewohnerinnen und Bewohner hatten die Möglichkeit, in der Fanhalle Nord des in der Nähe liegenden Fritz-Walter-Stadions unterzukommen. Betroffen waren knapp unter 1.000 Menschen. Vor Ort gab es Verpflegung.
Die Integrierte Leitstelle wies dringend darauf hin, dass man das betroffene Gebiet meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen solle. Der Busverkehr wurde während der Evakuierung eingestellt. Auch wurde der Luftraum in einer Höhe von drei Kilometern und in einem Umfeld von zwei Kilometern während der Entschärfung gesperrt.
Bombe bei Arbeiten im Stadtwald gefunden
Die Bombe war am Donnerstagnachmittag bei Drainagearbeiten im Stadtwald unweit des Schulzentrums Süd gefunden worden. Es handelte sich um eine 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe des Typs M65.