Ein gerissenes Stromkabel hat am Sonntagabend einen Böschungsbrand an der Bahnstrecke zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern ausgelöst. Gegen 21:15 Uhr ging bei der Feuerwehr die Meldung über einen Brand ein. Vor Ort stand ein etwa 30 Quadratmeter großer Hang in Flammen.
Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau, Christian Hirsch (SPD), der selbst bei der Feuerwehr aktiv ist, bestätigt diesen Ablauf. Die Einsatzkräfte hätten zunächst warten müssen, bis die Bahn den Strom abgeschaltet habe – erst danach habe mit den Löscharbeiten begonnen werden können. Anschließend sei der Brand innerhalb von rund 20 Minuten unter Kontrolle gewesen. Mit Kräften aller drei Wehreinheiten wurde der Brand erfolgreich gelöscht.
Landkreis Kaiserslautern: Regionalzug musste evakuiert werden
Erschwerend kam hinzu, dass ein Regionalzug auf der Strecke liegen blieb. Rund 50 Fahrgäste befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Zug. Die Feuerwehr unterstützte die Deutsche Bahn bei der Evakuierung der Reisenden – ein Einsatz, der bis etwa 23:30 Uhr dauerte. Anschließend konnten die Fahrgäste ihre Fahrt mit zwei von der Deutschen Bahn bereitgestellten Bussen fortsetzen.
Böschungsbrand: Strecke zeitweise gesperrt
Die Bahnstrecke war während des Einsatzes zeitweise gesperrt. Eine offizielle Rückmeldung der Deutschen Bahn zum aktuellen Streckenzustand steht noch aus. Auf der Verkehrsmeldungsseite der Bahn lässt sich derzeit nachvollziehen, dass die Reparaturarbeiten an der Leitung noch andauern.
Die Bundespolizei bestätigt, dass das abgerissene Stromkabel den Böschungsbrand ausgelöst habe, vermutlich durch Funkenflug. Warum das Kabel gerissen sei, bleibe zunächst unklar. Die Beamten seien ausschließlich zur Gefahrenabwehr vor Ort gewesen, Ermittlungen wegen Sachbeschädigung habe es nicht gegeben.