Den Erste-Hilfe-Kurs kennen wahrscheinlich die meisten. Es geht um lebensbedrohliche Lagen – und was eben zu tun ist, um einen Menschen zu retten. Doch was ist zu tun, wenn ein Mensch im Sterben liegt? Diese und noch viele andere Fragen klärt der sogenannte Letzte-Hilfe-Kurs.
Hilfe für Angehörige von Sterbenden
Im Hospizverein in Kaiserslautern kommen zehn bis maximal 15 Teilnehmer in einer Gruppe zusammen. Es sind meistens Angehörige, die Schwerkranke pflegen oder auch ehrenamtliche Helfer im Hospiz. Sie alle lernen hier, dass das Sterben auch ein Teil des Lebens ist.
Im Letzte-Hilfe-Kurs gibt es deshalb Tipps. Es geht zum Beispiel um die Vorsorge. Was hat es mit der Vorsorgevollmacht auf sich? Oder: Wie sieht es auf einer Palliativstation aus? Der Kurs klärt aber auch über die Anzeichen des Sterbens auf. Er zeigt zudem, welche Möglichkeiten es gibt, Abschied zu nehmen.
Erfahrungen über das Sterben austauschen
Kursleiterin Susanne Weiß möchte vor allem Perspektiven aufzeigen: "Es ist das Mut machen, dass wir nicht wegrennen müssen, wenn jemand eine Diagnose in der Familie bekommt, die uns nicht gefällt. Es geht darum, den Menschen was ganz Praktisches an die Hand mitzugeben."
Zusammen mit ihrer Kollegin Monika Feddeck vermittelt sie die Inhalte in einer Präsentation. Doch der Letzte-Hilfe-Kurs geht weit darüber hinaus. Der Kurs lebt vor allem davon, dass sich die Teilnehmer austauschen und ihre Erfahrungen teilen.
Kurs soll noch mehr Menschen erreichen
Damit kann also jeder was aus dem Letzte-Hilfe-Kurs lernen und für sich mit nach Hause nehmen. Es gibt am Ende des Kurses auch noch ein Zertifikat. Für die Zukunft will Kursleiterin Susanne Weiß noch mehr Menschen erreichen.
"Es gibt ganz verschiedene Konzepte. So gibt es bei uns auch Letzte-Hilfe-Kurse für Berufsgruppen oder beeinträchtigte Menschen. Damit wollen wir jeden in der Gesellschaft mitnehmen", erklärt Susanne Weiß.