Der Angeklagte gab in der Befragung durch das Gericht zu, dass er im Juni dieses Jahres den Hof der Frau in Unkenbach im Donnersbergkreis betreten und sie mit mehreren Messerstichen getötet hatte. Zuvor hatte er aus seinem Leben erzählt: Er habe sich mehrfach unfair behandelt gefühlt und sei auch depressiv, habe aber nie einen Psychologen aufsuchen wollen.
Auch Tochter der Getöteten von Unkenbach sagte aus
Im Prozess hörte das Gericht am ersten Tag mehrere Zeugen - auch die Tochter der Getöteten. Sie sei mit dem Angeklagten einmal in dessen Auto gefahren und sei dabei eingeschlafen. Er habe dann Fotos von ihr gemacht. Als sie ihm gesagt habe, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihm wolle, sei sie von ihm bedroht worden.
Landgericht Kaiserslautern zeigt Video der Tat von Unkenbach
Der 19-Jährige hätte das Grundstück der Familie eigentlich nicht betreten dürfen. Nach Angaben des Landgerichtes gab es eine gerichtliche Einigung, wonach er der Tochter des Opfers nicht zu nahe kommen durfte. Gegen den 19-Jährigen waren in der Vergangenheit mehrere Verfahren anhängig. Eine Zeugin sagte am ersten Prozesstag aus, das Opfer habe große Angst gehabt.
Außerdem zeigte das Gericht das Video einer Überwachungskamera, die die Tat aufgezeichnet hat. Es zeigt, wie der Angeklagte den Hof betrat und die Frau ihn bat, das Gelände wieder zu verlassen. Daraufhin ging der 19-Jährige auf die Frau los, schlug und trat sie und stach dann mit einem Messer zu.
Für den Prozess sind noch mehrere Verhandlungstage angesetzt, Mitte Dezember könnte dann ein Urteil fallen.