Hausdurchsuchung angeordnet

Polizeieinsatz in Kaiserslautern wegen verändertem Feuerwerk

In einem WhatsApp-Chat hatte ein Kind einem Freund Feuerwerkskörper angeboten. Die Polizei durchsuchte das Haus - und fand gefährlich veränderte Böller.

Teilen

Stand

Von Autor/in Jürgen Rademacher

Zu Beginn der Woche hatte sich ein besorgter Vater an die Polizei gewandt: Er hatte in einem WhatsApp-Chat seines 11-jährigen Sohnes gelesen, wie ein anderer Junge ihm Feuerwerkskörper zum Kauf angeboten hatte. Diese würden im Keller seiner Familie lagern.

Polizei findet Kisten mit veränderten Böllern in Kaiserslautern

Die Polizei erwirkte einen Durchsuchungsbeschluss - und fand am Donnerstag in dem Keller in Kaiserslautern gleich mehrere Kisten mit Feuwerwerkskörpern, Raketen und Böllern. Der 43-jährige Besitzer des Kellers sagte den Beamten, er habe die pyrotechnischen Gegenstände im Internet bestellt - sein Sohn habe dann einige "verändert".

Das war den Polizeibeamten dann doch zu heikel: Sie riefen Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes hinzu. Diese stellten mehrere Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz fest und nahmen alle Böller und Raketen mit, um sie genauer zu untersuchen.

Lebensgefahr bei unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerk

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Lebensgefahr droht, wenn man mit nicht zugelassenem Feuerwerk hantiert. Vor allem, wenn man dieses Feuerwerk selbst verändert. Schon kleinste Veränderungen könnten zu einer Explosion führen. Außerdem sollten Feuerwerkskörper so gelagert werden, dass Kinder und Jugendliche nicht an sie herankommen. Weitere Tipps für den richtigen Umgang mit Feuerwerk hat die Polizei auf einer Internetseite zusammengestellt.

Pirmasens

Was tun, wenn's brennt? Silvester und Feuerwerk: Ein Feuerwehr-Experte aus Pirmasens gibt Tipps

Böller, Raketen und Partylaune – doch was, wenn's brennt? Feuerwehrmann Simon Tigges erklärt, worauf beim Umgang mit Feuerwerk zu achten ist und was im Notfall zu tun ist.

SWR4 am Samstagmorgen SWR4