Seit Anfang des Jahres gibt es einen neuen Geschäftsbereich innerhalb der IHK, der sich ausschließlich darum kümmert, wie man mehr Fachkräfte für die Unternehmen in der Pfalz gewinnen kann. Das ist das erste mal seit Jahrzehnten, dass ein solcher Bereich bei der IHK neu eingerichtet wurde.
"Wir werden noch stärker aktiv sein im Bereich Fachkräfte, als wir es ohnehin schon waren", sagt die Bereichsleiterin der IHK in Kaiserslautern, Veronika Pommer. Die Mitarbeitenden gehen zum Beispiel in die Unternehmen und schauen sich die Lage dort an - und geben Ratschläge, wie Fachkräfte gewonnen werden können.
IHK sucht zukünftige Fachkräfte unter Jugendlichen
Ein zweites Standbein: Die Mitarbeitenden der IHK gehen in Schulen, zu Elternabenden und auf Berufsmessen und informieren über Ausbildungsmöglichkeiten - und welche Aufstiegschancen man mit einer dualen Ausbildung hat. Hier lobt Veronika Pommer die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in der Westpfalz - zum Beispiel die Zukunftsinitiative Westpfalz oder auch die Handwerkskammer.
Ein besonderes Augenmerk liegt aber auch darauf, wie man ausländische Fachkräfte dazu bekommt, dass sie einen Job in der Pfalz annehmen. Zum einen hilft der neue Geschäftsbereich der IHK Pfalz dabei, dass die Berufsabschlüsse dieser Menschen möglichst schnell anerkannt werden.
Spezielle Prüfungen der IHK bei ausländischen Arbeitnehmern
Aber es gibt auch oft ausländische Arbeitskräfte, die gar keinen oder einen nicht anerkannten Abschluss haben - aber schon jahrelang in einem Beruf arbeiten und ein gewisses Know-how haben. In solchen Fällen organisiert die IHK spezielle Prüfungen. "Wir gehen direkt in die Betriebe und ehrenamtliche Prüfer schauen, was diese Menschen können."
Am Schluss gibt es eine Bescheinigung. Das rechnet sich für die ausländischen Fachkräfte - sie haben ein Schriftstück in der Hand, mit dem sie es auf dem Arbeitsmarkt leichter haben. Und die Unternehmen wissen genau, was die Bewerber alles können.