Wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte, soll der Mann am 21. August mit mehreren gezielten Messerstichen gegen den Kopf des Mädchens versucht haben, dieses zu töten. Die 10-Jährige erlitt tiefe Schnittverletzungen und kam ins Krankenhaus - mittlerweile gehe es ihr aber körperlich wieder gut.
Staatsanwaltschaft: Messerangriff von Schallodenbach sollte andere Tat vertuschen
Der junge Mann und das Mädchen lebten bei der gleichen Pflegefamilie in Schallodenbach. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann mit dem Messerangriff ein anderes Delikt vertuschen wollte: Einen versuchten sexuellen Missbrauch des Mädchens, der "ohne Körperkontakt" abgelaufen sei, so die Staatsanwaltschaft.
Versuchtes Tötungsdelikt im Kreis Kaiserslautern Messerangriff in Schallodenbach: Wollte Tatverdächtiger Missbrauch vertuschen?
Nach dem Messerangriff in Schallodenbach gibt es Erkenntnisse zum Motiv des Mannes. Er soll versucht haben, einen Kindesmissbrauch zu vertuschen.
Dies sei ein Mordmerkmal, deshalb sei auch Anklage wegen versuchten Mordes und gefährliche Körperverletzung vor dem Landgericht Kaiserslautern erhoben worden. Dieses muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Die Staatsanwaltschaft habe auch zur Vorgeschichte der Tat ermittelt. Es hätten sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die Tat vorauszusehen gewesen wäre.
Polizei hatte mutmaßlichen Täter von Schallodenbach tagelang gesucht
Nach der Tat war der mutmaßliche Täter zwei Tage auf der Flucht, die Polizei hatte mit einem Großaufgebot nach ihm gesucht. Schließlich konnte er auf einem Feld bei Schneckenhausen im Kreis Kaiserslautern widerstandslos festgenommen werden. Wegen der Tat und der anschließenden Fahndung hatten sich viele Menschen in der Verbandsgemeinde Otterberg-Otterbach unsicher gefühlt.