Elke Robinson hat alles verloren: Ihr Mann ist verstorben, ihr Job war weg, die gemeinsame Wohnung wurde ihr weggenommen, ebenso wie ihre ganzen Möbel und Kleider. "Ich stand da und war am Boden zerstört. Ich hatte nur noch das, was ich anhatte."
"Ich hatte nur noch das, was ich anhatte."
Schließlich bekam sie Hilfe von der Hilfsorganisation Caritas und war unter anderem im Marienheim - einer Resozialisierungsmaßnahme der Caritas für Frauen. "Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die Hilfe der Caritas-Mitarbeiter bekommen habe", sagt Robinson. Samira Wellnitz arbeitet im Caritas-Förderzentrum St. Christophorus und hat Elke Robinson einige Jahre begleitet - auch bei der Suche nach einer eigenen Wohnung.
Lange Suche nach Wohnung in Kaiserslautern
Rund zwei Jahre hat Robinson sich nach einer eigenen Wohnung umgeschaut: "Ich habe jeden Tag gesucht. Zeitungen gelesen, bin an Immobilienbüros vorbeigelaufen und habe es über Bekannte versucht. Die Wohnungssuche in Kaiserslautern ist fürchterlich." Sie ist der Meinung, dass es auch an ihrem Alter liege. Doch Robinson hatte Glück: Ab Oktober bezieht sie ihre eigene Wohnung.
Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt in Kaiserslautern
Samira Wellnitz freut sich für Elke Robinson, aber in der Regel beschreibt sie die Wohnungssituation als eine große Katastrophe: "Eine Wohnung wird frei und es gibt 10 Leute auf der Warteliste. Wenn davon dann aber Leute Leistungen vom Jobcenter beziehen, sind die natürlich nicht auf Platz 1", sagt Wellnitz. "Wir werden dann manchmal auch gar nicht mehr zurückgerufen." Auch aufgrund der Bürokratie gehe es kaum voran, das sei laut Wellnitz aber zum Glück seltener der Fall.
Das Problem auf dem Wohnungsmarkt in Kaiserslautern kann auch Johannes Metzinger bestätigen. Er arbeitet als Streetworker bei AWO "Si(ch)chtwechsel". Dort unterstützt er mit seinen Kollegen junge Männer, die beispielsweise Suchtprobleme haben, auf Job- oder auch auf Wohnungssuche sind.
Ein Neuanfang für Frau aus Kaiserslautern
Elke Robinson kann es kaum erwarten, ihre neue Wohnung in Kaiserslautern zu beziehen. Sie schätze es umso mehr, weil sie weiß, dass es nicht selbstverständlich ist. Für sie beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt: "Ich hätte das niemals ohne die Hilfe von Samira Wellnitz und anderen Caritas-Mitarbeitern geschafft", lächelt sie. Angst? Nein, das hat Robinson nicht, denn sie weiß, dass sie Samira Wellnitz immer anrufen kann, auch wenn sie nicht mehr im Marienheim ist.