Betroffen sind Kindertagesstätten in zwei Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg. Laut Verbandsgemeinde steht nach Untersuchungen fest, dass Daten heruntergeladen wurden. Außerdem sei ein Erpressungsschreiben auf dem Server gefunden worden. "Darin fordern die Angreifer die Aufnahme von Lösegeldverhandlungen und drohen mit der Veröffentlichung erbeuteter Daten", teilt die Verbandsgemeindeverwaltung mit.
Die Verwaltung wurde nach eigenen Angaben vor einer Woche darüber informiert, dass Unbekannte die Austauschplattform für Dateien aus Kitas angegriffen haben. Verwaltungsdaten seien nach Angaben der Verbandsgemeinde nicht betroffen.
Keine weiteren Systeme der VG Otterbach-Otterberg angegriffen
Das betroffene System sei sofort vom Netz genommen worden. Es handele sich dabei um eine Plattform auf einem eigenständigen Server, der technisch von der IT-Infrastruktur der Verwaltung getrennt sei. Weitere Server, Systeme oder Einrichtungen der Verbandsgemeinde seien nicht von dem Angriff betroffen gewesen.
Aus Sicherheitsgründen hatte die Verbandsgemeinde weitere IT-Systeme vorübergehend abgeschaltet.
Verbandsgemeinde im Kreis Kaiserslautern will kein Lösegeld zahlen
Die Verbandsgemeinde will nach eigenen Angaben keine Lösegeldverhandlungen aufnehmen und auch keine Zahlungen an die Angreifer leisten. "Eine Zahlung stellt keine verlässliche Möglichkeit dar, eine Veröffentlichung der erbeuteten Daten zu verhindern oder die tatsächliche Löschung bereits kopierter Daten sicherzustellen", teilt die Verwaltung dazu mit.
Die Verbandsgemeinde konzentriere sich nun darauf, den Vorfall weiter aufzuklären und will dabei die Ermittlungsbehörden unterstützen. Außerdem soll das betroffene System gesichert werden.
Cyberangriff: Polizei ermittelt zu gestohlenen Daten
Personen, deren Daten bei dem Cyberangriff gestohlen wurden, sollen gesondert informiert werden. "Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz sowie die zuständigen Polizei- und Strafverfolgungsbehörden wurden über den aktuellen Sachstand und das Erpressungsschreiben informiert", so die Verwaltung.
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Warnung vor Betrugsversuchen
Die Verbandsgemeinde mahnt zu besonderer Vorsicht bei unerwarteten E-Mails, Anrufen oder Nachrichten, in denen nach persönlichen Daten oder Passwörtern gefragt wird. Passwörter würden von der Verwaltung nie per E-Mail oder Telefon abgefragt. Wer unsicher ist, soll direkt bei der Verbandsgemeinde nachfragen.