Die Auszubildenden können darin beispielsweise üben, wie sie einen Katheter richtig legen, einen Patienten schonend rasieren oder sich richtig verhalten, wenn sich ein Patient übergibt. Dafür gibt es Pflegepuppen in allen Altersgruppen – also von Säugling bis Senior. Die sehen nach Angaben des Krankenhauses sehr echt aus – auch Haut und Haare.
"Der Umgang mit den Patienten spielt sich in den Simulationsräumen betont realistisch ab. Die Auszubildenden profitieren dabei vor allem von der effektiven und jederzeit wertschätzenden Nachbesprechung ihrer ausgeführten Pflegetätigkeiten", so Bernd Henner, Pflegedirektor am Städtischen Krankenhaus Pirmasens. "Das Bildungszentrum hat das System unter anderem in Zwischenprüfungen bereits eingesetzt und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Besonders erfreulich sind gerade auch die positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler, bei denen die Simulationstrainings außerordentlich gut ankommen."
Fehler können besprochen und im realen Fall vermieden werden
In den Simulationsräumen können verschiedene Fälle geübt werden. Außerdem gibt es einen Regieraum, von dem aus dann auch Geräusche wie Babygeschrei oder das Husten eines Patienten abgespielt werden kann. Die Azubis sollen dann darauf reagieren.
Die Szenarien werden immer gefilmt und anschließend besprochen. Das heißt: Azubis können in der Simulation Fehler machen, um es dann in der realen Situation besser zu machen.
"Je realitätsnäher wir aus- und weiterbilden, umso sicherer agieren dann unsere Pflegenden am und mit dem Patienten", sagt Martin Forster, der Geschäftsführer des Städtischen Krankenhaus Pirmasens. "Dies darf man nicht nur sachlich im Sinn einer korrekten Pflege sehen, sondern hieraus schöpfen beide Seiten auch Ruhe und Kraft. Diese hohe Investition in das Pflegelabor im sechsstelligen Bereich lohnt sich deshalb absolut".