Laut Polizei wollte der Mann seinem Freund helfen, die hochgiftige Klapperschlange in ein anderes Terrarium umzusetzen. Dazu hatte der 36-Jährige die Schlange mit zwei Haken versucht festzuhalten, als sich das Tier plötzlich befreien konnte. Die Giftschlange biss dem Helfer daraufhin unvermittelt mitten ins Gesicht.
Zustand des Patienten wurde immer kritischer Dramatischer Transport nach Biss einer Giftschlange in Kaiserslautern
In der vergangenen Woche war ein Mann in Kaiserslautern von einer Giftschlange ins Gesicht gebissen worden. Das Gegengift wurde auf dramatische Weise aus München herbeigeschafft.
Zustand nach Schlangenbiss in Kaiserslautern kritisch
Der 36-Jährige erlitt einen Kreislaufkollaps. Sein Freund konnte die Schlange sichern und rief den Rettungsdienst. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist laut Polizei kritisch, aber stabil. Der 34-jährige Schlangenbesitzer muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten.
Nach Auskunft der Stadt Kaiserslautern gibt es in Rheinland-Pfalz kein Gesetz, dass die Haltung gefährlicher Tiere verbiete. Deshalb gebe es von Seiten der Ordnungsbehörden keine Strafe für den Halter - er könne die Schlange auch ohne Auflagen behalten.
Steckbrief Felsen-Klapperschlange
Felsen-Klapperschlangen sind im Grunde sehr scheu: Kommt man ihnen jedoch zu nahe und erschreckt sie, beißen diese sehr giftigen Schlangen zu.
PETA fordert Haltungsverbot für gefährliche Wildtiere
Diese Regelung in Rheinland-Pfalz ist der Tierschutzorganisation PETA ein Dorn im Auge: Sie nimmt den Fall zum Anlass, ein komplettes Haltungs- und Verkaufsverbot für gefährliche Wildtiere im Land zu fordern. In zehn anderen Bundesländern gebe es schon Regelungen, die es verbieten oder einschränken, giftige oder andere gefährliche Tiere zu halten. Mit einem Verbot würde man auch die Tiere vor unsachgemäßer Behandlung schützen, so PETA.