"Der vollständige Obduktionsbericht liegt – wie üblich nach derart kurzer Zeit – noch nicht vor", heißt es von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken auf SWR-Anfrage. Bekannt sei aber schon jetzt, dass bei dem mutmaßlichen Fahrer des Unfallfahrzeugs eine "nicht unerhebliche Blutalkoholkonzentration" festgestellt worden ist.
Am vergangenen Wochenende war das Auto des 21-jährigen Fahrers und der gleichaltrigen Beifahrerin in der Nacht in einer Kurve von der Landstraße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Beide seien unmittelbar am Unfallort gestorben. "Anhand der Spuren, die wir gefunden haben, gehen wir davon aus, dass der Fahrer mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs war", sagte der Polizeisprecher.
Kurz vor dem Unfall Polizeikontrolle entzogen
Wenige Minuten vor dem Unfall, noch in Rheinland-Pfalz, hatten Polizeibeamte die beiden kontrollieren wollen. Doch sie hätten sich dieser Kontrolle entzogen und seien weitergefahren, sagte der Sprecher. Die Beamten hätten die Verfolgung aufgenommen, das Auto aber schließlich aus den Augen verloren.
Kurz darauf, hinter der Grenze im Saarland, kam das Fahrzeug dann laut den Angaben in einer Kurve von der Fahrbahn ab, durchbrach die Schutzplanke und prallte gegen den Baum.
Notrufauslöser schlägt nach Unfall Alarm
Zum Zeitpunkt des Unfalls sei die Polizei nicht in unmittelbarer Nähe gewesen. Ein Alarmsystem im Auto habe den Unfall erkannt und die Behörden alarmiert, hieß es.
Wegen umfassender Bergungsarbeiten, bei denen auch ein Kran zum Einsatz kam, wurde die Landstraße ab den frühen Morgenstunden gesperrt. Am frühen Nachmittag wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat inzwischen einen Gutachter beauftragt, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren.