Auto kollidierte mit Zug – 16-Jährige tot

Nach tödlichem Zugunglück in Kusel: Bahn will Ermittlungen der Polizei abwarten

In Kusel kam es zu einem tragischen Unfall an einem Bahnübergang. Die Bahn will mit einer öffentlichen Reaktion abwarten, bis die Polizei ihre Ermittlungsergebnisse vorgelegt hat.

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Erst dann könnten Schlussfolgerungen gezogen werden, ob an dem Bahnübergang Veränderungen vorgenommen werden müssen. Die Bahn weist aber darauf hin, dass eine Sicherung zum Beispiel mit Schranken nur auf Hauptstrecken gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf Nebenstrecken wie in Kusel sollten Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger am Andreaskreuz schauen, ob eine Bahn kommt - und auf die Signale von Zügen achten. Die Bahn teilte mit, dass solche Übergänge regelmäßig überprüft werden, ob sie noch übersichtlich sind - nach Unfällen auch außerhalb der Reihe. Dennoch zeigt sich die Deutsche Bahn über den Unfall bestürzt. "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den schwer Verletzten und allen Angehörigen der Opfer."

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Kusel: Landrat fordert nach tödlichem Unfall Veränderungen

Der Kuseler Landrat Otto Rubly (CDU) fordert nach dem Unglück nun bessere Sicherungsmaßnahmen. An dem Bahnübergang hatte es laut Rubly in der Vergangenheit mehrfach Unfälle gegeben. Geplant sei, herauszufinden, wie viele Vorfälle es in den vergangenen 15 Jahren gegeben hat. Außerdem soll es ein Gespräch mit der Deutschen Bahn geben, ob und welche Sicherheitmaßnahmen möglich sind.

Auto war an unbeschranktem Bahnübergang mit Zug kollidiert

Am Dienstag war in Kusel an einem unbeschrankten Bahnübergang im Industriegebiet "Zum Metternachtshof" ein Auto mit einem Zug zusammengestoßen. Nach Angaben der Polizei starb dabei eine 16-jährige Mitfahrerin. Drei weitere Menschen, die ebenfalls im Auto saßen, wurden schwer verletzt.

Mehrere Rettungshubschrauber in Kusel im Einsatz

Nach Angaben der Polizei kam es gegen 12:30 Uhr zu dem Unfall - warum, ist noch unklar. Im dem Auto saßen die 51-jährige Fahrerin, eine 48-jährige Mutter und ihre beiden 13 und 16 Jahre alten Töchter. Die drei schwerverletzten Personen wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht.

Lokführer nach Unfall in Kusel unter Schock

Die Regionalbahn von Kusel nach Kaiserslautern war zum Zeitpunkt des Unfalls nur mit rund 20 Fahrgästen besetzt. Von diesen wurde der Polizei zufolge niemand verletzt. Der Lokführer erlitt allerdings einen Schock. Die Passagiere seien ausgestiegen und betreut worden. Sie konnten die Unfallstelle später verlassen.

Bahnstrecke am Abend wieder freigegeben

Laut Polizeipräsidium Westpfalz waren Kriseninterventionsteams, Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Bundes- und Landespolizei im Einsatz. Die Bahnstrecke wurde am frühen Dienstagabend wieder für den Zugverkehr freigegeben.

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SWR

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