Seit Aschermittwoch war die Wieslautertal gesperrt. Die Strecke wird derzeit modernisiert, damit dort künftig auch reguläre Züge, also nicht nur die Ausflugszüge, im Dahner Felsenland fahren könnten. Die Pläne dazu gibt es schon seit Jahren. Das Umweltministerium prüft aktuell insgesamt zwölf Strecken in Rheinland-Pfalz, die für den Schienenpersonennahverkehr reaktiviert werden könnten - darunter auch die Strecke zwischen Hinterweidenthal und Bundenthal.
Vom Teufelstisch bis zu den Fladensteinen
Bis dahin fahren erst mal nur die Ausflugszüge durchs Dahner Felsenland. Mit ihnen ist es möglich, die Region mit ihren bekannten Sehenswürdigkeit zu erkunden - zum Beispiel den Teufelstisch in Hinterweidenthal, den Jungfernsprung in Dahn oder die Fladensteine in Bundenthal.
Kosten für Bahnreaktivierung in Südwestpfalz stark gestiegen
Im kommenden Jahr soll die Sanierung dann weitergehen. Wie lange es dauern wird, bis die gesamte Strecke auf Vordermann ist, steht laut dem zuständigen Zweckverband aber noch nicht fest. Ein Wermutstropfen: Weil sich die Planungen so lange hingezogen haben, sind auch die ursprünglichen Kosten von gut acht auf jetzt mehr als 19 Millionen Euro angestiegen.
Gründe sind unter anderem stark gestiegene Kosten für Baumaterial, aber auch, dass aktuell bundesweit zahlreiche Zugverbindungen ertüchtigt werden. Deshalb sind die wenigen Spezialfirmen so gut ausgelastet, dass die Preise steigen, erklärt die Landrätin des Kreises Südwestpfalz, Susanne Ganster (CDU).
Der Reaktivierung der Wieslauterbahn habe für die Südwestpfalz aber so eine hohe Bedeutung, dass der Kreis, trotz klammer Kassen, die Arbeiten mit etwa einer halben Millionen Euro mehr als zuletzt geplant unterstützen will. Die Kosten von 19 Millionen Euro teilen sich Land, Kreis und angrenzende Gemeinden.