Halle soll ausgebaut werden

400 neue Arbeitsplätze: Rüstungsunternehmen General Dynamics hat in Kaiserslautern große Pläne

Das Rüstungsunternehmen General Dynamics will in Kaiserslautern und Sembach deutlich wachsen. Nach eigenen Angaben sollen im kommenden Jahr mehr als 20 Millionen Euro investiert werden - und zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen.

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Rund 400 neue Stellen sollen bis 2029 an den beiden Standorten geschaffen werden. Das zum Beispiel in einer Produktionshalle auf dem Opel-Gelände in Kaiserslautern. Die soll ausgebaut werden. Nach Angaben von General Dynamics European Land Systems (GDELS) ist der Plan, dass dort auf über 10.000 Quadratmetern eine Fertigungsstätte unter anderem für Schwimmbrücken entsteht.

Rüstungsunternehmen will Amphibienfahrzeuge verdoppeln

Außerdem sollen am Hauptsitz in Kaiserslautern künftig doppelt so viele Amphibienfahrzeuge produziert werden. Das Amphibienfahrzeug "M3" habe sich innerhalb der NATO etabliert und sei kürzlich auch von Schweden, Dänemark und Lettland geordert worden, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Zudem stünden in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Norwegen Entscheidungen über weitere Bestellungen kurz bevor. "Bereits heute stammen 90 Prozent der Schwimmbrücken-Kapazitäten der NATO aus Kaiserslautern", teilt General Dynamics mit.

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"Wir bekennen uns klar zur Region und investieren gezielt in Infrastruktur, Fertigungskapazitäten und in die Schaffung flächentarifgebundener, unbefristeter, qualifizierter Arbeitsplätze", wird Geschäftsführer Christian Kauth in der Mitteilung des Unternehmens zitiert.

Welche Mitarbeiter General Dynamics einstellen will

General Dynamics ist seit 1864 am Standort Barbarossastraße in Kaiserslautern und hat seit Anfang der 1990er Jahre ein weiteres Werk in Sembach im Kreis Kaiserslautern. Aktuell arbeiten an den beiden Standorten nach Unternehmensangaben rund 550 Menschen. Die zusätzlichen Stellen sollen in verschiedenen Bereichen geschaffen werden, insbesondere würden jedoch Mitarbeiter in der Produktion gesucht, beispielsweise Schweißer und Mechaniker.

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"Die nachhaltige Auslastung unserer Standorte bis weit in die 2030er Jahre ist bereits heute absehbar. Im Rahmen der Zeitenwende leisten wir einen entscheidenden Beitrag für die Bundeswehr aber auch für unsere internationalen Kunden", sagt Geschäftsführer Kauth.

Ministerpräsident Schweitzer begrüßt Millionen-Investition

In der Mitteilung von General Dynamics wird auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) zitiert. Er begrüßt den Ausbau: "Ich freue mich über die Entscheidung von GDELS-Bridge Systems zu einer Millionen-Investition an den Standorten Kaiserslautern und Sembach. Das stärkt den Industriestandort Rheinland-Pfalz und schafft rund 400 tarifgebundene Arbeitsplätze für die Region." Mit Blick auf die aktuelle Lage in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik leiste das Unternehmen einen wichtigen Beitrag aus Rheinland-Pfalz. Auch Kaiserslauterns Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) zeigt sich erfreut über den geplanten Stellenausbau: "Wir freuen uns über diese starke Invest von General Dynamics, mit 400 neuen Arbeitsplätzen in der Region. Das sind gute Nachrichten und ein tolles Signal für den Wirtschaftsstandort Kaiserslautern."

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Geschäftsführer Kauth, der zudem Präsident des Arbeitgeberverbandes Pfalzmetall ist, fordert aber auch: "Unsere Investitionsentscheidung für den Standort darf jedoch nicht davon ablenken, dass die Politik weiter verpflichtet ist, die Standortbedingungen für die Industrie in Deutschland schnellstmöglich zu verbessern."

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Friederike Pick
Friederike Pick.
Sebastian Stollhof
SWR-Reporter Sebastian Stollhof

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