Zum 500. Mal

Wehmut bei letzter Star Trek-Vorlesung in Zweibrücken

Zum letzten Mal hatte Informatik-Dozent Hubert Zitt zur traditionellen Star Trek-Weihnachtsvorlesung an die Hochschule Zweibrücken geladen. 450 Menschen erwiesen "Captain Zitt" die letzte Ehre.

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Stand

Von Autor/in Jürgen Rademacher

Hubert Zitt bei seiner Vorlesung in der Hochschule Zweibrücken
Für Dozent Hubert Zitt war es die 500. Star Trek-Vorlesung. Bild in Detailansicht öffnen
Dozent Hubert Zitt steht bei seiner Star Trek-Vorlesung in Zweibrücken vor einer großen Leinwand
In seiner letzten Star Trek-Vorlesung in Zweibrücken ging es darum, ob wir die Zukunft voraussagen können. Bild in Detailansicht öffnen
Orchester spielt im Hörsaal der Hochschule Zweibrücken bei der Star Trek-Vorlesung
Hubert Zitt wollte einen Abschied "mit Pauken und Trompeten" - und bekam ihn mit Hilfe der Bergkapelle St. Ingbert. Bild in Detailansicht öffnen
Zuhörer bei der Star Trek-Vorlesung in Zweibrücken - verkleidet als Figuren aus Star Trek
Die Zuhörer der Star Trek-Vorlesung kamen aus verschiedenen Galaxien. Bild in Detailansicht öffnen
Besucher in Verkleidung vor dem Einganz zur Hochschule Zweibrücken
Unter die Besucher der Star Trek-Vorlesung hatten sich auch Figuren aus Star Wars gemischt. Bild in Detailansicht öffnen

Seit 1996 hat Hubert Zitt den Erdlingen das Universum näher gebracht. Und dabei sehr populärwissenschaftlich erklärt, welche technischen Erfindungen aus Star Trek es schon in die Realität geschafft haben, welche noch Zeit brauchen - und welche es wahrscheinlich nie geben wird. Jetzt ist ihm alles zu viel geworden - und deshalb gab es die traditionelle Vorlesung jetzt zum letzten Mal.

Einladungen von der Bundesregierung und Google

Er sehe das Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sagte Zitt. Weinend, weil ihm etwas fehlen werde. Lachend, weil die Veranstaltung im Laufe der Zeit immer größer geworden sei. "Ich war in den vergangenen vier Wochen eigentlich nur noch Eventmanager", sagte Zitt. "Vielleicht bin ich zu alt dafür - es wächst mir über den Kopf."

Er schaue mit Dankbarkeit auf die vergangenen 28 Jahre zurück. "Ich hätte am Anfang niemals gedacht, dass ich mal mit Mr. Spock an einem Tisch sitzen werde", sagte er. Auch, dass die Bundesregierung oder Google ihn zu Vorträgen einladen würden, hätte er nie für möglich gehalten. "Das ist ja schon surreal."

Am Donnerstag kamen nochmal rund 450 Menschen auf den Campus Zweibrücken - einige als "Trekkies" oder Figuren aus Star Wars verkleidet, einige auch in ganz normalen Alltags-Klamotten. Gemeinsam hatten sie eines: Sie alle wollten die letzte Star-Trek-Weihnachtsvorlesung von Hubert Zitt miterleben.

Star Trek-Vorlesung hat Kultstatus in Zweibrücken

Denn über die Jahre haben sich "Captain Zitt" und seine Mitstreiter Kultstatus erarbeitet. "Das war über die Jahre immer ein Highlight", sagte eine Besucherin. Ein anderer Besucher hat Hubert Zitt als Dozenten: "Wir wollten ihn heute halt ein bisschen unterstützen", sagt er.

Die Bergkapelle St. Ingbert hatte den vollen Hörsaal mit Hits aus Science-Fiction-Filmen aufgeheizt, bevor Hubert Zitt die Bühne betrat. Nach 28 Jahren macht Hubert Zitt nun Schluss mit Star Trek am Campus in Zweibrücken - weil er den ganzen Aufwand nicht mehr stemmen will. Und das sorgte für Wehmut bei den Besuchern.

Abschiedsschmerz bei Besuchern der Vorlesung in Zweibrücken

"Es schmerzt tatsächlich", sagt einer der Besucher. "Ohne Hubert Zitt ist es nicht mehr die Star Trek-Vorlesung." Ein anderer sagt, das sei ein Meilenstein, der abbreche. Und es sei auch ein Verlust für die Hochschule.

In anderen Städten geht die Star-Trek-Vorlesung mit Hubert Zitt übrigens weiter. Und einen Termin gibt es schon jetzt zum Vormerken. Auf der "Comic Con Saar" im Juli will Hubert Zitt dabei sein. Denn mit 61 Jahren ist seine Sternenreise noch längst nicht vorbei.

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