Die schweren Metalldeckel hat er laut Urteil zusammen mit seinem Cousin von Straßen in den Gemeinden Roes, Koblenz, Kobern-Gondorf und Wolken entwendet und mitgenommen.
Der Angeklagte sagte vor Gericht, die Idee zu dem Diebstahl habe sein Cousin gehabt. Der 37-Jährige soll in einem gesonderten Verfahren angeklagt werden, er sitzt noch in Untersuchungshaft.
Diebstahl der Gullydeckel mit gestohlenem Transporter
In dem Prozess in Cochem gestand der 19-Jährige die Taten und beschrieb, wie die beiden zusammen vorgingen. Zunächst hätten sie einen Mercedes-Transporter gestohlen. Dann seien sie nachts mit gefälschten Kennzeichen ihre Touren gefahren: Seitentür auf, Gullydeckel rein, und weiter.
Die schweren Deckel verkauften die beiden laut den Ermittlungen einem Schrotthändler, sie bekamen etwa zehn Euro pro Stück. Der Angeklagte wollte damit nach eigenen Angaben seinen steigenden Cannabis-Konsum finanzieren.
Sein damaliger bester Freund zeigte den 19-Jährigen schließlich bei der Polizei an. Ende August wurde er verhaftet und saß seit dem in Untersuchungshaft.
Urteil auch wegen Körperverletzung
Das Jugendschöffengericht in Cochem verurteilte den 19-Jährigen aber nicht nur wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und Urkundenfälschung, sondern auch wegen Körperverletzung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er zwei seiner Ex-Freundinnen schwer verprügelt hat.
Den Gewinn aus dem Gullydeckelverkauf in Höhe von 834 Euro muss der junge Mann zurückzahlen. Weil sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung auf Rechtsmittel verzichteten, ist das Urteil rechtskräftig.