In der Schublade liegen diese Pläne schon eine ganze Weile. Zuletzt gab es eine internationale Ausschreibung der Ahrtal Tourismus, die das Planungsbüro Groß & Hausmann aus Weimar an der Lahn gewonnen hat. Kein Unbekannter in der Szene: Das Büro hat unter anderem die aktuell längste Hängeseilbrücke Deutschlands in Willingen im Hochsauerland geplant und umgesetzt.
Hängeseilbrücke soll Rotweinwanderweg und AhrSteig verbinden
Eine konkrete Stelle gibt es auch schon, an der die Hängeseilbrücke entstehen könnte: Und zwar bei Walporzheim auf Höhe der "Bunten Kuh", einer bekannten Wegmarke auf dem Rotweinwanderweg. Die Stelle wäre einerseits spektakulär, denn hier sind die Berge steil und hoch, entsprechend hoch wäre dann auch eine Hängeseilbrücke dort.
Die Stelle wäre aber gleichzeitig auch praktisch, denn so könnten Wanderer bequem vom Rotweinwanderweg auf der einen Ahrseite zum AhrSteig auf der anderen Seite wechseln. Das geht aktuell ohnehin nur an wenigen Stellen, da viele der alten Fußgängerbrücken noch nicht wieder aufgebaut sind. Und grundsätzlich muss man für diesen Wechsel immer zuerst einen steilen Abstieg runter ins Tal und anschließend wieder einen steilen Aufstieg auf die Höhe in Kauf nehmen.
Nachhaltiges Tourismuskonzept an der Ahr soll ausgebaut werden
Das ist für Profiwanderer sicherlich kein großes Problem. Für Gelegenheitswanderer oder Familien mit kleinen Kindern aber schon. Genau solche Gäste wollen die Touristiker aber ansprechen. Das ist Teil des neu entwickelten nachhaltigen Tourismuskonzepts an der Ahr. Wie viele Gäste eine Hängeseilbrücke anziehen kann, zeigt sich Jahr für Jahr zum Beispiel an der Geierlay im Hunsrück.
Das Planungsbüro soll nun vor allem prüfen, ob eine Hängeseilbrücke an der Stelle technisch überhaupt möglich ist. Aber auch, ob eine solche Brücke sich mit der Ökologie und Geologie verträgt. Das gleiche gilt für die geplante Aussichtsplattform. Hier hat das Planungsbüro aber mehr Spielraum, da mehrere Orte an der Ahr in Frage kommen, nicht nur die Fläche an der "Bunten Kuh".
Mit Ergebnissen der Machbarkeitsstudie zu beiden Projekten wird im ersten Quartal 2026 gerechnet. Dann soll es auch eine erste Kostenschätzung geben. Je nach dem wie positiv die Ergebnisse der Studie ausfallen, könnten die Planungen dann konkret werden.