Es fehlt das Geld für zusätzliche Fahrten

Vorerst doch kein 20-Minuten-Takt auf der Ahrtalstrecke

Nach dem Ende der Bauarbeiten für die neue Ahrtalbahn - voraussichtlich in einem halben Jahr - sollten auf der Strecke eigentlich alle 20 Minuten Züge fahren. Doch das klappt vorerst nicht.

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Von Autor/in Constantin Pläcking

Die Flut hatte die Bahnstrecke im Ahrtal vor fast vier Jahren völlig zerstört, gerade wird sie im Eiltempo wieder aufgebaut. Geplant war, dass die Züge der Ahrtalbahn Ende des Jahres wieder fahren - und zwar dreimal die Stunde, also alle 20 Minuten. Aber dazu kommt es jetzt doch nicht. Stattdessen werden es nur zwei Regionalbahnen pro Stunde sein, so wie auch schon vor der Flutkatastrophe. Der geplante 20-Minuten-Takt könne nicht finanziert werden, erklärt der zuständige Zweckverband SPNV-Nord auf SWR-Anfrage.

"Es gab immer einen Finanzierungsvorbehalt. Und der wurde gezogen", sagte SPNV-Nord-Verbandsdirektor Thorsten Müller. Im Landeshaushalt Rheinland-Pfalz gebe es für die zusätzlichen Zugfahrten aktuell kein Geld.

Züge sollen in einem unregelmäßigen Takt fahren

Der jetzt geplante Takt bedeutet aber nicht, dass die Züge alle halbe Stunde durch das Tal fahren werden. Sie sollen in einem 20-40-Takt unterwegs sein. Das bedeutet beispielsweise, eine Regionalbahn kommt um 8 Uhr, die nächste dann um 8:20 Uhr und die darauffolgende wieder um 9 Uhr.

Kein durchgehender Zug nach Köln und Wuppertal

Ursprünglich war außerdem geplant, dass die Linie RB48 (von Wuppertal nach Bonn) in wenigen Jahren über Remagen ins Ahrtal verlängert wird. Damit wäre eine durchgehende Verbindung von Wuppertal und Köln ins Ahrtal entstanden. Auch das ist laut SPNV-Nord jetzt vorerst vom Tisch.

Der Zweckverband hofft aber, dass die Züge auf der Ahrtalstrecke irgendwann im 20-Minuten-Takt fahren werden. Das sei auch der Wunsch der Kreisverwaltung Ahrweiler, teilte der Zweckverband mit. Dafür brauche es aber die entsprechende Finanzierung.

Ahrweiler

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