Eine Unternehmerin will in einem Wohnhaus ein Bordell einrichten. Das lehnte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend ab. Zu viel Unruhe und störend für Familien, hieß es zur Begründung. Ähnlich lautete die Begründung bereits im Februar, als die Gemeinde den Bauantrag der Unternehmerin ablehnte, in einem ehemaligen Ausflugslokal ein Bordell zu errichten.
Ortsgemeinderat will keinen "Rotlichtbezirk"
Der Arzbacher Ortsbürgermeister Klaus Poetzsch (SPD) sagte dem SWR, der Gemeinderat habe sich gegen beide Vorhaben ausgesprochen, zum einen, weil ein Rund-um-die-Uhr-Betrieb geplant sei. Das störe die Anwohner. Außerdem wolle man keinen "Rotlichtbezirk" im Ort.
Petition gegen geplantes Bordell
Mittlerweile haben Bürgerinnen und Bürger in Arzbach eine Petition gegen das geplante Bordell gestartet. Nach Angaben des Initiators sind bis jetzt schon 400 Unterschriften zusammengekommen. Die Petition soll dem Landrat vorgelegt werden.
Die Gemeinde hatte deshalb bereits einen Sperrbezirk bei der Kreisverwaltung angeregt. Denn sie hat das letzte Wort und trifft am Ende die Entscheidung, ob die geplanten Bordelle genehmigt werden oder nicht. Nach eigenen Angaben prüft die Kreisverwaltung jetzt, ob ein Sperrbezirk in Arzbach eingerichtet werden kann.