Seit Monaten insolvent

Familienferiendorf Hübingen braucht noch 77.000 Euro zur Rettung

Das Familienferiendorf in Hübingen im Westerwald ist seit Monaten insolvent. Die Einrichtung braucht bis Mitte Juli noch rund 77.000 Euro, sonst droht die Schließung.

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Stand

Von Autor/in Christoph Bröder

In den vergangenen Monaten sind bereits mehr als 270.000 Euro an Spendengeldern zur Rettung des Feriendorfs zusammengekommen. Bis zum 15. Juli werden noch weitere 77.000 Euro benötigt, um die Insolvenz zu beenden. "Ich spreche jeden Tag mit Menschen und Organisationen, um weitere Spenden zu sammeln", sagt Geschäftsführer Michael Nagel.

Mehrere Unternehmen hätten schon große Beträge gespendet. Außerdem seien viele kleine Beträge von Privatleuten zusammengekommen. "Sogar einer unserer ehemaligen Freiwilligendienstleistenden aus Madagaskar hat uns 15 Euro überwiesen", freut sich Nagel.

Team des Familienferiendorfs hofft auf Rettung

Michael Nagel und sein Team haben Hoffnung, dass sie das Familienferiendorf noch retten können. Die Stimmung sei optimistisch und die meisten der 27 Mitarbeiter seien trotz Insolvenz geblieben. "Dennoch ist die Situation für unser Team natürlich seit Monaten eine hohe Belastung", sagt Nagel.

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Betrieb läuft vorerst weiter Familienferiendorf in Hübingen ist insolvent

Im Familienferiendorf im Westerwald können Familien mit wenig Geld Urlaub machen. Jetzt ist es insolvent. Der Betrieb geht aber weiter und der Insolvenzverwalter sucht nach Investoren.

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Er ist froh, dass sie weiterhin viele Buchungen haben. Die große Stornierungswelle sei zum Glück ausgeblieben. Dass weiterhin Familien und Gruppen ihren Urlaub in Hübingen verbringen sei wichtig, damit der Betrieb weitergehe.

Große Stiftung hat Unterstützung zugesagt

Sobald die Insolvenz überstanden ist, hat eine große Stiftung weitere Unterstützung für das Familienferiendorf zugesagt. "Sie wäre dann bereit einen großen sechsstelligen Betrag in unsere Einrichtung zu investieren", berichtet Michael Nagel. Damit wäre das Feriendorf für die Zukunft gut aufgestellt.

Auch mit dem Westerwaldkreis und Banken aus der Region gebe es bereits Gespräche zur weiteren Unterstützung. Ebenso mit dem Land Rheinland-Pfalz. "Wer noch einen Euro oder mehr spenden möchte, jetzt ist dafür der richtige Zeitpunkt", so Nagel. Bevor es Mitte Juli dann möglicherweise zu spät sei.

Gebäude des Familienferiendorfs Hübingen. Ohne Spenden droht der Einrichtung die Schließung.
Das insolvente Familienferiendorf Hübingen ist auf Spenden angewiesen - sonst könnte es bald geschlossen werden.

Feriendorf ist feste Institution im Westerwald

Seit Jahrzehnten ist das Familienferiendorf in Hübingen eine feste Institution im Westerwald. Familien mit wenig Geld können dort Urlaub machen. Die kirchlich geprägte Einrichtung hat 35 Ferienhäuser und ist auf Familien- und Gruppenurlaube spezialisiert.

Das 1969 eröffnete Feriendorf steckt allerdings schon seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Im November musste die Einrichtung Insolvenz anmelden. Seitdem kämpft das Feriendorf ums Überleben.

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Christoph Bröder

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