Die Stadt Montabaur hat das ehemalige Gebäude der Jugendherberge Montabaur gekauft und umgebaut. Die Ex-Jugendherberge ist jetzt ein "Haus der Begegnung und Integration". Nach Auskunft der Stadt trägt es von nun an den Namen "Haus Roßberg".
Wohnungen und Wohngruppen für Geflüchtete
In der ehemaligen Herberge sind nach Auskunft der Stadt Montabaur Wohnungen und Wohngemeinschaften für Geflüchtete und unbegleitete minderjährige Asylsuchende entstanden. Das Jugendamt und Betreuer kümmern sich demnach um die Minderjährigen, nachts wird ein Security-Dienst unterstützen.
Im Erdgeschoss gibt es zwei Wohnungen für geflüchtete Familien, etwa zehn Menschen haben dort Platz. Im ersten Stock sind drei Wohngruppen entstanden, wo insgesamt Platz für 16 Jugendliche ist. Im zweiten Stock befinden sich weitere Wohnungen für etwa 20 Menschen. Dort werden künftig sowohl Familien als auch einzelne Menschen wohnen. Die ersten Bewohner ziehen in den kommenden Tagen ein.
Ort für Vereine, VHS und Bürgerprojekte in Montabaur
Das neue "Haus Roßberg" soll nach Auskunft der Stadt Montabaur aber auch ein Ort der Begegnung sein, das etwa von Vereinen, der Volkshochschule oder Bürgerprojekten genutzt werden kann. Im Erdgeschoss gibt es eine große Küche und mehrere große Räume. Im Keller befindet sich zudem der Proberaum einer Band.
Finanziert wird das Haus durch die Stadt und Verbandsgemeinde Montabaur, den Westerwaldkreis, durch Fördermittel und Spenden. Eigentümer des "Haus Roßberg" ist die Stadt Montabaur. Die Verbandsgemeinde Montabaur sowie der Westerwaldkreis sind als Mieter in das Projekt mit eingebunden. Für die Sanierung des Hauses waren 386.000 Euro veranschlagt. Die Abschlussrechnung liegt laut Stadt aber noch nicht vor, da einige Sanierungen im "Haus Roßberg" noch nicht abgeschlossen sind.