Der Gasversorger evm habe die Gasleitung auf beiden Seiten neben dem Leck abgedichtet, teilte ein Stadtsprecher dem SWR mit. Damit sei die Explosionsgefahr gebannt. Die Behörden geben deshalb Entwarnung. Die Feuerwehr führte zunächst in den umliegenden Kellern und in einer Tiefgarage aber noch Messungen durch - um sicherzustellen, dass kein Gas mehr austrat.
Großeinsatz in der Innenstadt
Polizei und Feuerwehr waren nach dem Alarm am Dienstagvormittag mit einem Großaufgebot vor Ort. Das Leck in der Gasleitung befand sich an einer Hauptverkehrsachse am Rande der Altstadt, im Bereich Hohenfelder Straße und der Straße Am Wöllershof.
Sperrzone am Rand der Altstadt
Die Feuerwehr hatte gemeinsam mit der Polizei eine Sperrzone von 100 Metern um die Unfallstelle eingerichtet. Die Arbeit auf der Baustelle wurde gestoppt. Anwohnerinnen und Anwohner, die innerhalb des betroffenen Bereichs wohnen, sollten ihre Häuser nicht verlassen. Bauarbeiter hatten die Gasleitung zwar mit Erde abgedeckt. Nach Angaben der Stadt trat aber zunächst weiter Erdgas aus.
Polizei hat Passanten informiert
Die Polizei informierte auch die Passanten in der Fußgängerzone über die Lage und die Sperrzone. Für Bürger und Bürgerinnen außerhalb der Absperrung bestand keine Gefahr, hieß es von der Polizei. Der Geschäftsbetrieb in der Innenstadt, in der Löhrstraße und im Löhr-Center war von den Maßnahmen nicht betroffen.
Auch Starkstromleitung ist beschädigt worden
Bei dem Versuch, das Leck abzudichten, wurde auch noch eine Starkstromleitung getroffen. Nach evm-Angaben war einem Fahrer die Baggerschaufel abgerutscht. Deshalb war zeitweise auch die Stromversorgung unterbrochen. Monteure konnten die Starkstromleitung laut evm aber reparieren.
Fenster und Türen geschlossen halten
Die Behörden baten nach dem Alarm dringend darum, das betroffene Gebiet zu meiden und keine brennenden Zigaretten oder Streichhölzer wegzuwerfen. Die Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungen und Klimaanlagen abschalten und in ihren Wohnungen bleiben.
Durch die Sperrzone kam es im Stadtgebiet zu Staus, etwa im Koblenzer Rauental.