An der Photovoltaik-Anlage in Hambuch (Kreis Cochem-Zell) verursachten die Täter einen Schaden von etwa 70.000 Euro. Das sagte der Besitzer der Anlage und Tannenhof-Betreiber Georg Valder dem SWR. Etwa 25 Kilometer Kupferkabel seien aus seiner Anlage gestohlen worden.
Kupferkabel wurden vermutlich über mehrere Tage abtransportiert
Die Kabel seien vermutlich ab- und kleingeschnitten, dann aufgerollt und vermutlich über mehrere Tage mit Fahrzeugen weggeschafft worden. Außerdem hätten die Diebe ein Trafohaus beschädigt. "Hier und da liegen noch ein paar Kabelstücke und Kabelreste auf dem Gelände der Anlage. Die komplette Verkabelung ist kaputt", sagte Valder. Um auf das Gelände zu kommen, hatten die Täter einen Zaun aufgeschnitten, der die Anlage eigentlich schützen soll.
Überwachungskamera soll jetzt vor Dieben schützen
Einbruch und Diebstahl sollen laut Polizei zwischen dem 15.und 19. Januar passiert sein. Die Photovoltaik-Anlage von Valder liegt an der L108 zwischen Kaiseresesch und Gamlen in der Nähe der A48. Die Ermittler vermuten, dass die Täter schon vorher dort waren, um die Anlage auszukundschaften.
Valder sagte dem SWR, er wolle die Photovoltaik-Anlage eigentlich Anfang April in Betrieb nehmen. Er hofft, dass er sie bis dahin reparieren lassen kann und dass er schnell Handwerker und Monteure dafür findet. Im Moment organisiert er das alles. Um seine Anlage künftig vor Dieben zu schützen, hat er jetzt Überwachungskameras installiert.
Weiterer Kupferkabel-Klau in Ulmen
Die Polizei Mayen geht davon aus, dass die Täter die gestohlenen Kupferkabel aus Hambuch an Metall- und Schrotthändler weiterverkaufen. Genau wie die Beute vom Einbruch auf das Gelände einer Photovoltaik-Anlage in Ulmen (Kreis Cochem-Zell). Der Diebstahl in Ulmen geschah laut Polizei in der Zeit vom 16. bis 18. Januar. Auch dort zerstörten die Täter einen Maschendrahtzaun, um auf das Gelände zu gelangen und bauten große Mengen an Kupferkabeln aus. Auch dort ist der Schaden groß. Laut Polizei mehrere zehntausend Euro.
Die Polizei vermutet, dass die Taten in Hambuch und Ulmen zusammenhängen. Die beiden Orte liegen an der A48, etwa 20 Kilometer weit auseinander. Von dort aus hätten die Täter schnell flüchten können. In beiden Fällen bittet die Polizei um Hinweise.