Ein Jäger hat am Dienstagabend von einem Hochsitz im Wald bei Kalenborn im Kreis Ahrweiler ein Tier fotografiert, das er für eine Raubkatze hält. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen ein katzenähnliches Tier, genaueres ist aber nicht zu erkennen. Die Verbandsgemeinde Altenahr teilte jetzt mit, dass es sich dabei möglicherweise um eine größere Hauskatzenrasse handeln könnte.
Hinweise auf größere Hauskatzenrasse "Maine Coon"
"Zwei neue Hinweise geben uns nun Anlass, die Identität des Tieres neu zu bewerten", erklärt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, Dominik Gieler (CDU). Vermutlich handele es sich um eine entlaufene Hauskatze der Rasse Maine Coon. Diese Katzen können eine Körperlange von bis zu 1.20 Meter erreichen.
Die Halterin einer solchen Katze sei durch Medienberichte aufmerksam geworden und habe sich bei der Verbandsgemeinde Altenahr gemeldet. Die Frau sei vor einigen Wochen mit der Katze von Norddeutschland in das Saarland umgezogen. Die Hauskatze sei beim Umzug entlaufen und nicht wieder aufgetaucht.
Es liege die Vermutung nahe, dass die Katze, die verhältnismäßig groß werden könne, wieder in ihre Heimat in Norddeutschland zurückkehren wollte und dabei durch den Wald bei Kalenborn gestreift sei, so Gieler.
Bürger beobachtete Wildkatze bei Kalenborn
Außerdem gab es laut Verbandsgemeinde noch einen weiteren Hinweis eines Bürgers. Er habe bereits im Oktober in der Region unweit der Waldfläche eine Wildkatze beobachtet.
"Die Kombination dieser Hinweise - von der möglichen Maine Coon bis zur Sichtung der heimischen Wildkatze in unserer Region - verstärkt unsere ursprüngliche Annahme, dass es sich wahrscheinlich nicht um eine gefährliche Großkatze handelt", so Bürgermeister Gieler.
Auswertung der gefundenen Kotprobe soll Klarheit bringen
Der Jagdpächter, in dessn Revier das katzenähnliche Tier gesichtet wurde, hatte laut Verbandsgemeinde einen Fährtensucher beauftragt. Der habe eine Kotprobe gefunden, die derzeit in einem Labor ausgewertet wird. "Wir warten das Laborergebnis ab, um mit den daraus möglichen Erkenntnissen die Sachlage danach vielleicht zu klären“, sagte Gieler. Er rechnet nach eigenen Angaben aber nicht mit einem kurzfristigen Ergebnis.
Waldbesucher sollen weiterhin aufmerksam sein und Hunde anleinen
Waldbesucher sollen aber auch weiterhin aufmerksam sein und Waldwege nicht verlassen. Hunde sollen unbedingt an die Leine und wer ein ungewöhnliches Tier sieht, sollte Abstand halten und in keinem Fall versuchen, sich dem Tier zu nähern, es zu fotografieren oder zu füttern.