Ein 30-Jähriger wird von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, einen Mann im Sommer 2024 umgebracht zu haben. Der Angeglagte soll dem Opfer auf dem Gelände des US-Militärs in Kaiserslautern-Vogelweh begegnet sein, ihn dann geschlagen und anschließend erdrosselt haben. Den Ermittlungen zufolge wird der Tatverdächtige wegen Totschlags angeklagt. Am Dienstagmorgen startet der Prozess am Landgericht Kaiserslautern.
Prozessauftakt Kaiserslautern: Wieso könnte der Angeklagte den Mann umgebracht haben?
Nach aktuellem Ermittlungsstand könnten Konflikte zwischen dem Verdächtigen und dem 63-jährigen Opfer der Auslöser für die Tat gewesen sein. Diese Probleme sollen bereits am ersten Arbeitstag des Beschuldigten begonnen haben, nur wenige Tage vor der Tat. Zuvor hatten sich die beiden nicht gekannt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft wurde die Leiche des Mannes Anfang August 2024 von seinem Vorgesetzten leblos an seiner Arbeitsstelle in Kaiserslautern-Vogelweh gefunden. Der Mann war Angestellter einer externen Firma, die auf dem Gelände in einem Gebäude arbeitete.
Kaiserslautern: Flucht nach Gewalt auf US-Gelände
Der Angeklagte hatte sich nach dem mutmaßlichen Tötungsdelikt ins Ausland abgesetzt. Wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitgeteilt hatte, wurde international nach ihm gefahndet, bis er schließlich in den USA festgenommen werden konnte. Aufgrund bestehender Auslieferungsabkommen zwischen den USA und Deutschland wurde er dann nach Deutschland überstellt.
Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft machte er bisher von seinem Schweigerecht Gebrauch. Für den Prozess sind neun Verhandlungstage angesetzt.